WM-Qualifikation

Löw: "Die Mannschaft strahlt einen guten Spirit aus"

Zweites Spiel, zweiter Sieg. Joachim Löw kehrt mit einem guten Gefühl aus Rumänien zurück. Der Bundestrainer bescheinigt seiner Mannschaft in der WM-Qualifikation eine erneute Leistungssteigerung.

Von Aufgezeichnet von Arne Richter, dpa
Stefan Constantin dpa

Bukarest (dpa) - Fragen an Bundestrainer Joachim Löw in der Online-Pressekonferenz nach dem 1:0 der Fußball-Nationalmannschaft in Rumänien in der WM-Qualifikation am Sonntagabend in Bukarest.

Frage: Wie fällt Ihr Fazit nach dem Sieg gegen die Rumänen aus?

Antwort: In Anbetracht dessen, dass Rumänien in der Offensive schon auch eine andere Kraft und Energie und auch andere technische Möglichkeiten hat als zum Beispiel Island, fand ich das Spiel von uns nicht nur die ersten 45 Minuten, sondern auch in den zweiten 45 Minuten überwiegend gut. Wir waren sehr gut in der Defensive. Dass wir mal die eine oder andere Chance zulassen müssen, ist dem geschuldet, dass Rumänien schon auch Offensivkräfte hat. Wir waren gut in der Balleroberung. Wir haben ein paar sehr gute Angriff in der ersten und zweiten Halbzeit gehabt.

Frage: Sehen Sie auch Kritikpunkte?

Antwort: Wenn man was kritisieren kann, ist es die Chancenauswertung. Wir hätten früher den Sack zumachen können, weil wir ein paar sehr gute Möglichkeiten zum 2:0 hatten. Insgesamt war die Mannschaft konzentriert, die Mannschaft war fokussiert. Die Mannschaft hat hier gegen einen guten Gegner drei Punkte gemacht auswärts, von daher stimmt die Richtung in der Qualifikation.

Frage: Wie bewerten Sie das Zusammenspiel und die Entwicklung von Torschütze Serge Gnabry und Vorlagengeber Kai Havertz?

Antwort: Das Tor war superschön rausgespielt. Natürlich ist es so, dass alle drei Spieler, die vorne waren, auch Leroy Sané, verschiedene Ebenen herstellen. Das müssen wir auch noch mehr optimieren. Es hätte noch Gelegenheiten geben können, wo wir besser hinter die Abwehr kommen. Das hat was mit der Abstimmung zu tun. Kai Havertz hat große Qualitäten im technischen Bereich, auch in den Torabschluss zu gehen. Gnabry ist sowieso extrem wichtig. Die beiden haben gut harmoniert.

Frage: Planen Sie personelle Veränderungen für das Spiel gegen Nordmazedonien?

Antwort: Zunächst muss ich mal schauen, wie die Konstellation aussieht. Der eine oder andere Spieler war angeschlagen. Ich muss gucken, wie alle rausgekommen sind. Dann muss ich sehen, dass wir gut regenerieren. Und dann werde ich mal sehen am Mittwoch. Natürlich war es gut, sich einzuspielen. Grundsätzlich werde ich von dem nicht total abweichen. Aber es kann sein, dass vielleicht der eine oder andere frische Spieler in die Mannschaft kommt.

Frage: Emre Can musste wieder auf der linken Seite aushelfen. Wie bewerten Sie seine Leistung?

Antwort: Ich fand, dass er sehr gut gespielt hat, vor allem im Spiel nach vorne, weil er dann doch dynamisch aus der Abwehr immer wieder ins Mittelfeld ging, den Gegner gebunden hat. Er war sehr ballsicher, körperlich sehr stark. Es war jetzt nicht geplant, dass Emre links spielt. Das hat er gut gemacht, sehr gut. Eigentlich ist der Emre eher geplant im Zentrum, er kann auf der Sechs spielen, er kann verschiedene Positionen spielen. Aber heute war ich nicht nur in der Defensive zufrieden. Er hat viele Angriffe nach vorne inszeniert, mit Tempoläufen nach vorne. Genau das brauchen wir von den Außenverteidigern. Der Emre war links richtig, richtig stark.

Frage: Die Mannschaft hat wieder ein Zeichen pro Menschenrechte gesetzt. Wie fanden Sie die Aktion?

Antwort: Das war wieder eine Aktion, die ganz alleine aus der Mannschaft kam. Wir haben dann eigentlich auch erst vor dem Spiel das erfahren. Diese Aktion steht für Werte und Menschenrechte auf der ganzen Welt. Da noch einmal ein Zeichen zu setzen, absolut gut, weil es kam wirklich ganz alleine aus der Mannschaft.

Frage: Wo sehen sie die deutlichsten Fortschritte im Vergleich zum letzten Jahr?

Antwort: Letztes Jahr, das ist häufig genug diskutiert worden, war es wahnsinnig schwierig mit der Pandemie und unterschiedlichen Mannschaften. Es war damals schon zu spüren, die Mannschaft ist ehrgeizig, die Mannschaft ist willig, die Mannschaft strahlt einen guten Spirit aus, auch intern. Es war schon im Ansatz zu sehen, dass wir gute Spiele hatten, aber nicht die Konstanz. Jetzt muss man sagen, der Hunger ist groß und auch Richtung Turnier und der Quali, die vielleicht noch wichtiger ist als die Nations League, muss man sagen, dass viel Dynamik und Energie zu spüren ist.

Frage: Wie sehen Sie die Rolle von Timo Werner, der nur kurz spielte?

Antwort: Nach dem Island-Spiel war die Überlegung, dass wir nochmal mit der gleichen Mannschaft spielen. Timo war aber auch in meinen Überlegungen. Timo ist ein brandgefährlicher Spieler, der eine unglaubliche Schnelligkeit hat. Und auch wenn er zweimal nicht von Anfang an gespielt hat, weiß ich, was der Timo kann. Er hat bei uns auch sehr viele Tore geschossen. Er hat das kleine Tief bei Chelsea überwunden. Es ist sein erstes Jahr in der Premier League. Mit Timo bin ich sehr zufrieden. Er wird seine Chance logischerweise wieder bekommen, vielleicht sogar schon am Mittwoch.

© dpa-infocom, dpa:210329-99-08806/2

Sportliche Leitung um Löw

Team hinter dem Team/Betreuerstab

Terminplan der Nationalmannschaft

Spielplan der Nationalelf

Nationalspieler von A bis Z

Spielbilanz gegen 91 DFB-Gegner

DFB-Rekordspieler

DFB-Rekordschützen

Spielplan der EM 2021

FIFA-Weltrangliste

Profil Löw

Trainerbilanz Löw

Spielplan WM-Qualifikation

Infos zur WM-Qualifikation

Aktueller DFB-Kader

UEFA-Pressemappe zum Spiel Rumänien - Deutschland