Rund um die EM

Notizen von der Fußball-Europameisterschaft

Von dpa
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) ist stolz auf Robin Gosens.
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) ist stolz auf Robin Gosens. Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Berlin - Notizen von der Fußball-Europameisterschaft - gesammelt von der Deutschen Presse-Agentur.

ENTDECKUNG: Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) ist stolz auf Robin Gosens. „Die Leistung der deutschen Mannschaft beim Vorrunden-Spiel gegen Portugal war beeindruckend - mit einem Nordrhein-Westfalen als Neuentdeckung“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Mittwoch in Düsseldorf. Gosens sei zudem „auch eine Spätentdeckung, der häufig unterschätzt wurde und jetzt Deutschland rettet“. Laschet spielte damit offenbar auf seine eigene politische Laufbahn an, die ihn nach Rückschlägen in das Ministerpräsidentenamt und schließlich zur Kanzlerkandidatur führte. Gosens habe schon einen „tollen Lebenslauf“, sagte Laschet über den 26 Jahre alten Profi von Atalanta Bergamo.

SING WHEN YOU ARE LATE: Im walisischen EM-Team geht es mitunter musikalisch zu: Kommt ein Spieler im Mannschaftsquartier nämlich zu einem angesetzten Termin zu spät, dann muss er singen. Selten kommt das nicht vor. „Es gibt einige von uns, die nicht die Besten darin sind, Zeiten einzuhalten“, sagte Offensivmann David Brooks am Mittwoch in einer Medienrunde mit einem Lächeln. Und: Für die Mitspieler ist das Zuhören nicht immer ein Genuss, deutete er an.

ER LÄUFT UND LÄUFT: Pepe ist mittlerweile 38 Jahre alt. Der kantige Innenverteidiger hat vor allem beim FC Porto und bei Real Madrid über Jahre Gegenspieler entnervt. Was ist das Rezept des Portugiesen mit brasilianischen Wurzeln für eine lange Fußballerkarriere? „Ich liebe einfach, was ich tue“, sagte der 117-malige Nationalspieler. „Ich liebe es einfach, Fußball zu spielen. Ich bin gesegnet. Jeden Tag, wenn ich aufstehe, tue ich es mit einem Lächeln im Gesicht.“ 2007 hat Pepe im Nationalteam debütiert, in Porto läuft sein Vertrag noch bis zum Sommer 2023.

MINDERHEIT DER MASKENTRÄGER: Die mehrsprachigen Hinweise sind unmissverständlich, die bildliche Untermalung ebenso. In Hotels in der Budapester City wird darum gebeten, dass Gäste im Foyer und vor allem auch im Frühstücksraum Mund-Nasen-Schutz tragen. Sobald man sich setzt, darf der natürlich abgenommen werden. Die EM-Touristen aus dem In- und Ausland nehmen diese Hinweise in der Corona-Pandemie aber nicht besonders ernst. Nur vereinzelt werden die Vorgaben umgesetzt. Die Maskenträger in Hotels sind in der Minderheit.

SCHOTTEN-DANK: Die erste EM-Teilnahme seit 25 Jahren war für Schottlands Fußball-Nationalteam auch ohne Achtelfinal-Einzug ein Erfolg - sowohl für Fans als auch für die Spieler selbst. „Die Liebe, die wir von diesem Land gespürt haben, war unglaublich“, sagte Kapitän Andy Robertson vom FC Liverpool. Die vielen Schottland-Flaggen und die Begeisterung zu sehen, das sei einfach toll gewesen. „Ich hoffe, das hält an“, erklärte Robertson. Der Mit-Gastgeber war am Dienstagabend in Glasgow durch das 1:3 gegen Kroatien im letzten Vorrundenspiel ausgeschieden.