Eriksen-Zusammenbruch

Spiel-Fortsetzung: Dänemark-Legende Laudrup kritisiert UEFA

Von dpa
Kritisiert die Fortsetzung des EM-Spiels zwischen Dänemark und Finnland: Michael Laudrup.
Kritisiert die Fortsetzung des EM-Spiels zwischen Dänemark und Finnland: Michael Laudrup. Str/EPA/dpa

Kopenhagen - Dänemarks Fußball-Legende Michael Laudrup hat die Fortsetzung des EM-Spiels zwischen Dänemark und Finnland (0:1) nach dem Zusammenbruch des dänischen Starspielers Christian Eriksen kritisiert.

„Ich respektiere, dass unsere Mannschaft und auch die Finnen es geschafft haben, weiterzuspielen. Aber wenn so etwas passiert, sind sie voller Emotionen und haben nicht die Übersicht, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Es muss jemanden geben, der dann sagt: Wir hören hier auf“, argumentierte der frühere Spieler des FC Barcelona, von Real Madrid und Juventus Turin als EM-Experte des dänischen Fernsehsenders TV3+. Laudrup meinte damit den europäischen Fußball-Verband UEFA.

Der 29 Jahre alte Eriksen von Inter Mailand war am Samstagabend kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Rasen zusammengebrochen und regungslos liegengeblieben. Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettende Maßnahmen ein. Eriksen wurde ins Krankenhaus transportiert, sein Zustand hat sich nach Angaben des dänischen Verbandes stabilisiert. Das Spiel wurde nach einer Unterbrechung von 107 Minuten fortgesetzt.

Der 56 Jahre alte Laudrup hält das „nicht für die richtige Wahl. Ich finde es falsch, eine Entscheidung so kurz nach einem emotionalen Ereignis treffen zu müssen“, meinte er. „Da hätte man sagen sollen: „Wir werden heute Abend nicht mehr spielen. Dann werden wir wahrscheinlich später die Gelegenheiten finden.“