Nagyatad/Magdeburg l Am Ende gab es von den Spielern einen herzlichen Applaus für die rund 50 mitgereisten Magdeburger Fans: Trotz der Niederlage des SCM am Samstagabend im Rückspiel der dritten Runde reisen die Grün-Roten nun in der Gruppenphase des EHF-Cups durch Europa weiter. Diese wird am 3. Dezember in Wien ausgelost.

Das Hinspiel hatte der SCM mit 42:37 gewonnen. Aber dieser Vorsprung war vor zirka 1000 Fans bei Csurgoi KK (Ungarn) bereits nach sieben Minuten fast aufgebraucht. Mit 5:1 führten die Gastgeber zu jenem Zeitpunkt, ehe die Magdeburger in die Partie fanden. Womöglich war das auch der Tatsache geschuldet, dass Regisseur Marko Bezjak nach einem Tritt gegen das Schienbein bereits nach zwei Angriffen die Platte verlassen musste. "Wir hatten zunächst Probleme, ins Spiel zu kommen, haben dann aber 50 Minuten sehr gut in der Abwehr agiert", erklärte Sportchef Steffen Stiebler.

Mit einem großartigen Keeper Dario Quenstedt und einer starken  Defensive um den Mittelblock mit Jacob Bagersted und Finn Lemke begab sich Magdeburg auf Aufholjagd, die Robert Weber mit einem eiskalt verwandelten Siebenmeter zum ersten Ausgleich der Partie (8:8) und seinem Führungstreffer nur wenige Sekunden später belohnte (8:9/23.). Zur Pause hieß es 10:10.

Nach dem Wechsel agierte der SCM selbst in Unterzahl konsequent genug, um sich eine Fünf-Tore-Führung zu verschaffen (13:18/41.) Doch dann schlichen sich technische Fehler ein, die Csurgoi zurück ins Spiel brachten (19:18/52.). "Dabei hatten wir allerdings auch mit den Entscheidungen der rumänischen Schiedsrichter zu kämpfen", seufzte Stiebler über die eine oder andere Fehlentscheidung. Aber auf jegliches Aufbegehren der Gastgeber fanden die Magdeburger eine Antwort. Bezeichnend für die Partie: Nach einem 23:21 markierten die starken Lemke und Bagersted die beiden letzten Magdeburger Treffer zum Ausgleich (23:23).