Magdeburg l Zu viele Tiefen, zu wenige Höhen und zuletzt der Absturz auf Tabellenplatz elf in der Bundesliga: Der Aufsichtsrat des SC Magdeburg hat am Montagabend die Reißleine gezogen und Trainer Geir Sveinsson gefeuert. Darüber informierte der Verein am Dienstagmorgen in einer Pressemitteilung. Am Mittag erklärte der SCM, dass Nachwuchskoordinator Bennet Wiegert, der 2013 seine aktive Karriere bei den Grün-Roten beendet hatte, ab sofort und für unbestimmte Zeit mit der Aufgabe des Cheftrainers betreut wurde. Wiegert sei "keine Interimslösung", sagte SCM-Geschäftsführer Marc Schmedt.

Damit wird Wiegert bereits am Mittwoch beim Pokal-Viertelfinale gegen Frisch Auf Göppingen (19 Uhr, Getec-Arena) gemeinsam mit Co-Trainer Tomas Svensson die Verantwortung an der Seitenlinie tragen. "Ich möchte mich bei den Gremien des SCM für das Vertrauen in meine Fähigkeiten bedanken", sagte Wiegert. "Ich traue mir zu, mit Tomas Svensson die Mannschaft zu betreuen."

Der Isländer Sveinsson war im Juli 2014 Uwe Jungandreas als Cheftrainer beim SCM gefolgt. Nach Platz vier in der vergangenen Saison, dem Erreichen des Endspiels im Final Four und dem Einzug ins internationale Geschäft ist es Sveinsson in der aktuellen Spielzeit nicht gelungen, Konstanz in die Leistungen der Mannschaft zu bringen. Zuletzt wurde dies immer wieder mit einem "Kopfproblem" begründet. "Dass wir hinter den Erwartungen sind, ist nicht die Alleinschuld des Trainers", sagte Magdeburgs Sportlicher Leiter Steffen Stiebler. "Die Jungs wissen, dass sie in der Verantwortung stehen."