Magdeburg l Zwischen Trainingseinheit und Testspiel des SC Magdeburg in Bad Nenndorf gegen den Bundesliga-Rivalen TSV Hannover-Burgdorf (27:31) stand am Dienstag für die Spieler Gleb Kalarash, Carlos Molina und Piotr Chrapkowski auch die erste „Einheit“ in der Berlitz-Sprachschule Magdeburg auf dem Programm. „Deutsch bleibt unserer Amtssprache“, betont SCM-Trainer Bennet Wiegert angesichts der Neuzugänge aus Russland, Spanien und Polen. In einem Intensiv-Kurs soll das SCM-Trio in den nächsten Wochen auch sprachlich für die neuen Herausforderungen fit gemacht werden.

Sich gut verständigen kann bereits Chrapkowski. Der Rückraumspieler, der im vergangenen Dezember bis 2020 beim SCM unterschrieb, hat schon in den vergangenen Monaten mehr als ein paar Brocken Deutsch gelernt. „Ich habe eine App auf meinem Handy. Und ich habe immer mal mit Tobias Reichmann deutsch gesprochen“, berichtet der 29-Jährige, der bis zur Sommerpause mit dem deutschen Nationalspieler (jetzt MT Melsungen) zusammen bei KS Kielce spielte und mit den Polen 2016 die Champions-League gewann.

Die ersten Eindrücke nach knapp vier Wochen Magdeburg stimmen – sportlich und auch privat. Chrapkowski ist mit Frau Dagmara und zwei kleinen Töchtern (2 Jahre und 8 Monate) nach Magdeburg gekommen. Sara besucht ab September den Kindergarten. „Es ist unglaublich grün in Magdeburg, es gibt viele Parks und Radwege. Wir haben bisher sehr freundliche Leute getroffen – das ist toll für meine Familie und mich“, so der polnische Nationalspieler.

Sportlich will Chrapkowski in Magdeburg den nächsten Schritt machen. In Kielce war der 2,03-Meter-Hüne in der Abwehr gesetzt, musste aber im Angriff im linken Rückraum meist Michal Jurecki den Vortritt lassen. „Für mich ist es gut, dass ich hier mehr Zeit in der Offensive bekomme“, so der Pole. Ansonsten will er sich in die Mannschaft einbringen und dazu beitragen, dass der SCM besser abschneidet als in der vergangenen Saison.

Beim Test gegen Hannover lief für den SCM und Chrapkowski („Wir haben zu viele Fehler gemacht.“) noch nicht alles rund. Trainer Wiegert meinte nach der Niederlage: „Es gibt ein bisschen was zu besprechen. Mir hat nicht viel gefallen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Mannschaft etwas mehr über den Ermüdungsschmerz hinausgeht. Es gibt noch eine Menge zu tun.“

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