Magdeburg l Torhüter Jannick Green kam in Flip-Flops zur Saisoneröffnung des SC Magdeburg in die Getec-Arena. Eine „kurzfristige Verletzung“ im Nacken sorgte dafür, dass der Däne in der Partie gegen HK Malmö am Mittwochabend hinter der SCM-Bank Platz nehmen und zusammen mit Michael Damgaard (Knie) und Daniel Pettersson (Sprunggelenk) zusehen musste, wie sein Team einen mühsamen 32:28-Sieg errang.

So erlebte Phil Döhler, seit dieser Saison Torwart der Youngsters, der zweiten Mannschaft des SCM, sein Debüt im Bundesliga-Team. Hallensprecher Stephan Michme übte mit den Zuschauern vor Anpfiff noch schnell den Namen des Neulings ein. Wenn es schon kein Bild auf der Leinwand gibt, dann sollte wenigstens eine anständige „mündliche“ Begrüßung her.

Trainer Stian Tönnesen einst beim SCM

Mit Stian Tönnesen, Trainer des schwedischen Erstligisten aus Malmö, sahen die Fans dann aber auch ein bekanntes Gesicht wieder. Sechs Jahre spielte er für den SCM. Und er erlebte, wie sein Ex-Club früh davon zog. Gleich in den ersten Minuten auf ein 3:0. Erst nach sechs Minuten gelang den Gästen der erste Treffer (3:1).

SC Magdeburg gewinnt gegen Malmö

Magdeburg (jl) l Gegen HK Malmö hat der SC Magdeburg in der Getec-Arena mit 32:28 gewonnen. Bester Werfer war Matthias Musche.

  • Carlos Molina (l.) und Juan de la Pena vom SC Magdeburg freuen sich über den Sieg gegen HF Malmö. Foto: Eroll Popova

    Carlos Molina (l.) und Juan de la Pena vom SC Magdeburg freuen sich über den Sieg gegen HF M...

  • Matthias Musche (2.v.l.) vom SC Magdeburg beim Wurf auf das Tor von HF Malmö, in dem Robin Paulsen Haug steht. Foto: Eroll Popova

    Matthias Musche (2.v.l.) vom SC Magdeburg beim Wurf auf das Tor von HF Malmö, in dem Robin P...

  • Dario Quenstedt (l.) und Phil Döhler vom SC Magdeburg beim Spiel in der Getec-Arena gegen HF Malmö. Foto: Eroll Popova

    Dario Quenstedt (l.) und Phil Döhler vom SC Magdeburg beim Spiel in der Getec-Arena gegen HF...

  • Simon Nyberg (Nr. 6) vom HF Malmö versucht Piotr Chrapkowsk vom SC Magdeburg zu blocken. Foto: Eroll Popova

    Simon Nyberg (Nr. 6) vom HF Malmö versucht Piotr Chrapkowsk vom SC Magdeburg zu blocken. Fot...

  • SCM-Trainer Bennet Wiegert (v.l.) beobachtet mit Vanja Radic und Yves Grafenhorst das Spiel des SC Magdeburg gegen HF Malmö in der Getec-Arena. Foto: Eroll Popova

    SCM-Trainer Bennet Wiegert (v.l.) beobachtet mit Vanja Radic und Yves Grafenhorst das Spiel des S...

  • Gleb Kalarash (3.v.l.) vom SC Magdeburg bei einem Wurf im Spiel gegen HF Malmö. Foto: Eroll Popova

    Gleb Kalarash (3.v.l.) vom SC Magdeburg bei einem Wurf im Spiel gegen HF Malmö. Foto: Eroll ...

  • Piotr Chrapkowski vom SC Magdeburg (v.l.) gegen Robin Paulsen Haug, den Torwart von HF Malmö. Foto: Eroll Popova

    Piotr Chrapkowski vom SC Magdeburg (v.l.) gegen Robin Paulsen Haug, den Torwart von HF Malmö...

  • Dario Quenstedt beklatscht den Sieg des SC Magdeburg gegen HF Malmö in der Getec-Arena. Foto: Eroll Popova

    Dario Quenstedt beklatscht den Sieg des SC Magdeburg gegen HF Malmö in der Getec-Arena. Foto...

SCM-Coach Bennet Wiegert nutzte die Partie, um verschiedene Formationen zu testen. Das Zusammenspiel zwischen Christian O‘Sullivan und Matthias Musche auf der linken Seite funktionierte gut. Musche traf allein in der ersten Hälfte fünfmal. Nach 15 Minuten bekamen auch Neuzugang Albin Lagergren, Gleb Kalarash, Carlos Molina, Juan de la Pena und Justus Kluge ihre Spielanteile. Und trotz der ungewohnten Konstellationen, setzte sich der SCM über ein 11:9 (20.) und 15:12 (28.) auf den Halbzeitstand von 17:13 ab.

Den Beginn der zweiten Hälfte verschliefen die Magdeburger dann aber komplett. Mit vier Toren in Folge egalisierten die Schweden die Führung, gingen beim 18:19 (36.) erstmals in Führung.

3500 Zuschauer in Getec-Arena

Doch der SCM stellte sich der Herausforderung und hielt dagegen. Bei der Hallen-Temperatur war das Aufholspiel ein mühsames Unterfangen. Doch es hatte Erfolg. Zehn Minuten vor Schluss traf Lagergren – übrigens zum ersten Mal in der Getec-Arena – zum 27:25 vor rund 3500 Zuschauern. Ein Vorsprung, den der SCM am Ende auf vier Treffer ausbaute: 32:28.

„Unsere Ausstrahlung hat mir nicht gefallen, als ob wir uns der Hitze hier ergeben hätten“, resümierte Wiegert. Das Ergebnis sei für ihn am Schluss das Beste am ganzen Spiel gewesen. In einer Bundesliga-Partie hätte man mit so einer Leistung Punkte verlieren können, monierte der Trainer.