Magdeburg l Wohin der Weg des Handball-Bundesligisten in der neuen Serie genau führen soll, darüber müssen Trainer Bennet Wiegert, Kapitän Christian O‘Sullivan und Manager Marc Schmedt noch mal reden.

Der Termin in der Getec-Zentrale kurz vor dem Saisonstart des SC Magdeburg ist fast schon so etwas wie Tradition. Am Mittwoch war es wieder soweit, der Energiedienstleister, seit 2001 Partner und auch Hauptsponsor, bat zusammen mit der Clubspitze in die Firmenzentrale. Nach der Verlängerung der Sponsoring-Verträge für die Youngsters und des Fanshuttles formulierte Dr. Karl Gerhold, geschäftsführender Gesellschafter der Getec Energie Holding GmbH, ein anspruchsvolles Ziel für den SCM: „Der nächste logische Schritt ist jetzt die Champions League bis 2020.“

Welches Etappenziel der SCM nach Bundesliga-Platz fünf in der Vorsaison auf dem Weg in die Königsklasse am Ende der Serie 2017/18 einnehmen soll, darüber herrschte zwar keine Uneinigkeit zwischen Manager Marc Schmedt, Trainer Bennet Wiegert und Kapitän Christian O‘Sullivan, so richtig in die Karten wollte sich aber vor dem Pflichtspielauftakt im DHB-Pokal bei den Rhein Vikings keiner schauen lassen.

Mehr aus Möglichkeiten machen

„Von den Etatzahlen liegen wir im Bundesliga-Vergleich auf dem sechsten oder siebten Platz. Wir wollen aus unseren Möglichkeiten mehr machen“, ließ sich Schmedt entlocken. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung zeigte sich der Manager zufrieden: die Zahl der Sponsoren sei um 30 auf 400 gestiegen, eine erneute Etatsteigerung gelungen, und der Dauerkartenverkauf läge über Vorjahresniveau. Schmedt: „Wir sind stabil aufgestellt.“

Ähnlich sieht Wiegert die sportliche Situation, mit der Vorbereitung und der Integration der vier Neuzugänge Lukas Mertens, Gleb Kalarash, Piotr Chrapkowski und Carlos Molina sei er „sehr zufrieden“. Auf eine Zielstellung wollte sich der Trainer dagegen nicht festlegen: „Wir sind noch nicht so weit. Ich werde mich bis zum Spiel in Düsseldorf mit der Mannschaft zusammensetzen und mit jedem Einzelnen Ziele formulieren“, sagte der 35-Jährige, um sich dann doch ein bisschen aus der Deckung zu wagen: „Natürlich werden unsere Ziele nicht kleiner werden. Wir wollen uns verbessern. Magdeburg hat es einfach verdient, international zu spielen“, sagte Wiegert, der Zielvereinbarungen als wertvolles Instrument schätzt. Diese werden schließlich sogar verschriftlicht und hängen in der Kabine: „Es ist ein gutes Tool, um uns immer wieder den Spiegel vorzuhalten.“

O‘Sullivan hebt Mannschaft hervor

In den Spiegel schauen mit einem guten Gewissen will am Saisonende Christian O‘Sullivan. „Um mein persönliches Ziel zu erreichen, brauche ich die Mannschaft“, zeigte sich der neue Mannschaftskapitän diplomatisch, „aber ich hoffe, wir können mehr erreichen als vergangene Saison.“ Es ist also klar: Der SCM will weiter nach vorn – wie weit, darüber wird weiter gesprochen.

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