Benefiz in Barleben

Der dritte Test des SCM steht im Zeichen des guten Zwecks: Am 26. Juli tritt der Bundesligist gegen den HSV Haldensleben in der Barleber Mittellandhalle an (18.30 Uhr). Unter dem Motto „In den Farben getrennt, im Handball vereint!“ möchte die DKMS gemeinnützige GmbH auf das Schicksal des an Leukämie erkrankten Ex-HSV-Spielers Daniel Kühnel (31) aufmerksam machen, der dringend einen Stammzellspender benötigt. Für eine Typisierung steht die Mittellandhalle ab 16 Uhr für alle zwischen 17 und 55 Jahre offen. Auch für jene, die das Spiel nicht besuchen.(dh)

Aschersleben l Auf die K-Frage angesprochen, wandte sich Bennet Wiegert für einen Moment lächelnd ab. Dass diese kommen würde, nachdem Marko Bezjak am Freitagabend in Aschersleben Handball-Bundesligist SC Magdeburg auf die Terrassendiele zur Partie gegen DHfK Leipzig führen durfte, wusste auch der Coach. Aber hinsichtlich einer endgültigen Entscheidung zum Nachfolger von Fabian van Olphen (Lemgo) als Kapitän wiegelte der 35-Jährige ab: „In jedem Spiel wird ein anderer die Mannschaft aufs Feld führen. In zwei Wochen werde ich meine Entscheidung bekanntgeben.“

Und so akzeptieren es auch die Spieler: „Das war diesmal eine Ausnahme“, sagte Bezjak nach dem 31:24 (16:15)-Erfolg beim Megawoodstock Open Air gegen den Liga-Rivalen. Aber natürlich „ist es immer eine Ehre, Kapitän zu sein“, so der 31-Jährige, der mit seinem Team nach einem freien Wochenende am heutigen Montag beim SV Apollensdorf in Wittenberg/Griebo antritt (18.30 Uhr).

Ob Michael Damgaard nun noch die Chance bekommen wird, als Leitwolf in einem der nächsten Testspiele aufzulaufen, ist derzeit unklar. Am heutigen Montag wird der 27-jährige Däne in der Uniklinik vorstellig, um sich erneut einer Untersuchung der Patellasehne im linken Knie zu unterziehen. „Wir müssen jeden Tag schauen, wie es geht“, sagte Damgaard, einen genauen Zeitpunkt für seine Rückkehr in die volle Belastung gebe es nicht.

Besser sieht es bei Zeljko Musa (Wade) und bei Keeper Dario Quenstedt, der am Freitag zum einen wegen Oberschenkel-Problemen, zum anderen wegen eines privaten Termins fehlte, aus. Aufgrund der Ausfälle gab Wiegert den Youngsters Niklas Danowski, Justus Kluge und Torwart Max Mohs die Chance, sich vor 2000 fleißig applaudierenden Fans zu zeigen.

Russische Robustheit

Bezjak erklärte zum Auftritt seines Teams: „Wir haben in der letzten Woche dreimal unser Abwehrsystem trainiert. Im Vergleich zur vergangenen Saison fehlt uns da natürlich noch etwas, aber wir haben noch genügend Zeit, uns zu finden. Nachdem wir in der ersten Halbzeit Probleme mit dem etwas rutschigen Boden hatten, lief es im zweiten Abschnitt besser, wir haben gradlinig im Angriff agiert.“

Aufgrund dieser letzten Woche „möchte ich mich vom Spiel auch nicht täuschen lassen, ich habe noch viele Fehler gesehen“, so Wiegert. Beide Teams waren aus einem fünftägigen Trainingslager gekommen: Magdeburg aus Halberstadt, Leipzig aus Köln. Zudem war es für beide der Auftakt ins Testspiel-Programm. Allerdings ein ziemlich munterer: „Ich habe in Aschersleben solch ein intensives Spiel noch nicht gesehen“, sagte Wiegert nach der fünften Partie der Grün-Roten an der Herrenbreite seit 2012. Der SCM baute seinen Vorsprung nach der Pause kontinuierlich aus (23:18, 27:18). Neuzugang Gleb Kalarash (zwei Zeitstrafen) demonstrierte im Mittelblock russische Robustheit. „Er hat das gut gemacht, an ihn muss sich die Liga gewöhnen“, so Wiegert. Neben dem 26-Jährigen hatten auch Pjotr Chrapkowski und Carlos Molina hinsichtlich ihrer körperlichen Präsenz mehrfach Zeichen gesetzt.

„Wir hatten sieben Blocks, 13 Paraden und viele Tore über außen“, sagte Wiegert. Linksaußen Matthias Musche war bester SCM-Werfer mit sechs Treffern, ebenso viele Tore erzielte Philipp Weber (DHfK). Wiegert: „Ich habe der Mannschaft gesagt, ich war nicht unzufrieden.“

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