Magdeburg l Bei der Schlusssirene nach dem 31:27 (15:14)-Erfolg von Handball-Bundesligist SC Magdeburg im Testspiel gegen den dänischen Meister Aalborg HB stand Michael Damgaard schon frisch geduscht und umgezogen auf dem Hallenboden und klatschte den rund 4000 Fans in der Getec-Arena artig App-laus. Beim Anpfiff des Saisoneröffnungsspiels gehörte der Olympiasieger zur Start-Sieben von Trainer Bennet Wiegert – erstmals im Rahmen der Saisonvorbereitung. Anhaltende Probleme mit der Patellasehne im Knie ließen bislang nur eingeschränktes Training zu. Und Spiele gar nicht.

Knapp zwei Wochen vor dem Bundesliga-Aufgalopp gegen den TV Hüttenberg meldet sich der Däne nun langsam zurück. „,Mika‘ kommt nach und nach“, sagte Wiegert, der Damgaard nach 30 Minuten aus dem Spiel nahm. „Wir müssen noch vorsichtig sein mit der Belastungssteuerung. Deshalb haben wir ihn nach der Pause von der Bank weggenommen, damit wir und er nicht auf dumme Gedanken kommen und überziehen“, erklärte der SCM-Coach.

Naturgemäß lief beim Rückraum-Shooter (1 Tor) noch nicht alles rund. „Zufrieden bin ich nie“, sagte Damgaard, während Wiegert schon mehr als positive Ansätze erkannte. „Natürlich fehlt ,Mika‘ ein Stück Vorbereitung. Er hat gegen Aalborg gut mitgespielt, seine Shooter-Qualitäten konnte er noch nicht zeigen. Ich glaube wir sind auf einem gutem Weg. Ich weiß aber, dass er mehr kann“, erklärte der Coach.

Gleiches galt trotz des ungefährdeten Sieges für die gesamte Mannschaft. „Wir hatten in der ersten Halbzeit acht Fehlwürfe. Das ist zu viel. Wir müssen uns jetzt wieder den Killerinstinkt vor dem Tor erarbeiten“, monierte Wiegert die Chancenauswertung gegen die Dänen. Nach der Pause standen für den stets kritischen Coach zu viele technische Fehler im Protokoll. „Ich will das Ergebnis deshalb nicht überbewerten“, resümierte er. Der Sieg und die Damgaard-Rückkehr sorgten schließlich aber für ein Lächeln bei Bennet Wiegert.

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