Magdeburg l Für SCM-Trainer Bennet Wiegert war es nach dem letzten Heimspiel gegen Lübbecke besonders wichtig, dass alle Spieler die Halle mit einem guten Gefühl verlassen und dieses auch mit in die heiße Endphase der Handball-Bundesliga nehmen. Bei Rückraumspieler Michael Damgaard dürfte das funktioniert haben – zumindest klang der Däne am Montagmittag nach Trainingsstart schon einmal ziemlich zufrieden. Dabei scheint die letzte Verletzung an seinem linken Fuß noch nicht vollständig vom Tisch zu sein. „Ich bin so fit wie möglich“, sagt Damgaard dazu, „von der Verletzung merke ich nicht mehr so viel.“

Wie sehr es ihn in den vergangenen Wochen gewurmt hat, auf der Bank sitzen zu müssen und seinem Team lediglich mit Kurzeinsätzen helfen zu können, dazu hält sich Damgaard bedeckt. „Natürlich ist das schwierig für mich, ich bin ja hier, um Handball zu spielen“, sagt er. Seine Verletzung sei zwar nicht „groß-groß“, habe ihn auch nicht neun Monate aus der Bahn geworfen, wie es vielleicht ein Kreuzbandriss getan hätte, „aber sie war eben doch so groß, dass ich nicht spielen konnte“.

Damgaard will jede Minute spielen

Dennoch hat es immer wieder Versuche gegeben. Einer davon – seine Einwechslung im Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt Ende März – ist dabei besonders in Erinnerung geblieben. Bennet Wiegert nahm seinen Spieler nach wenigen Minuten wieder vom Feld, Damgaard war wütend. Der Trainer übte danach Selbstkritik: „Ich ärgere mich über mich selbst, war in dieser Szene zu ehrgeizig. ,Mika‘ kann wieder spielen, wenn er gesund ist“, sagte Wiegert. Enttäuscht sei Damgaard in diesem Moment gewesen. „Ich möchte eben jede Minute spielen“, sagt er, „das alles war für die Mannschaft.“

Viel lieber redet der Rückraumspieler dann aber über das, was noch vor ihm liegt. Die Mannschaft will er jetzt dabei unterstützen, Platz drei in der Bundesliga zu erreichen. „Das ist unbedingt möglich. Wir brauchen dafür vielleicht etwas Glück und Hilfe von den anderen“, sagt Damgaard, „aber wenn wir unsere Arbeit machen, ist Platz zwei oder drei drin.“

Erfolg mit Unterstützung der Fans

Von dem Tanz auf drei Hochzeiten verspricht sich der Däne allerdings noch mehr. „Ich möchte gerne die zwei Titel holen, erst in Hamburg und dann im EHF-Cup hier in Magdeburg.“ Dass die Rhein-Neckar-Löwen, Gegner des SCM in der Vorschlussrunde in Hamburg, aus der Champions-League geflogen sind, ist laut Michael Damgaard ein erschwerender Faktor: „Jetzt liegt ihr Fokus auf der Bundesliga und dem Pokal. Das wird schwer. Aber mit der grünen Wand im Rücken ist alles möglich.“

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