Magdeburg l Seit April befindet sich Albin Lagergren auf einem Weg, der ihn zurückführen soll. Zurück zu seinem Leistungsniveau, zu seinen alten Stärken. Zu dem Lagergren, der beides kann: Distanzwurf und Durchbruch. Und noch dazu ein Auge für seine Mitspieler hat. Der Schwede will wieder dort anknüpfen, wo er vor seinem Mittelfußbruch im April war. Und gerade sieht es so aus, als könnte Lagergren auf diesem Weg auf die Zielgerade eingebogen sein.

„Das war mein bestes Spiel seit meiner Verletzung“, ist sich der 27-Jährige nach der Partie gegen die Füchse Berlin (27:29) sicher. Ein Blick in die Statistiken zeigt: Lagergren erzielte sechs Tore bei acht Versuchen, steuerte zwei Assists bei. In den Kategorien gelaufene Kilometer – 4,36 – und maximale Geschwindigkeit – 25 km/h – liegt er laut den Messungen von Kinexon jeweils in den Top-Drei beim SCM.

Herausforderung beim Absprung

Über ein Detail dürfte er sich allerdings noch viel mehr freuen: 20 Sprünge hat die Technik aufgezeichnet. Ebenfalls ein Top-Wert – mit einer besonderen Bedeutung für den Rückraumspieler.

„Ich habe tatsächlich gemerkt, dass das nach der Verletzung mein größtes Manko ist“, berichtet Lagergren und versucht, die Herausforderung in Worte zu packen: „Beim Absprung und danach in der Luft fühlte ich mich einfach verloren. Deswegen bin ich auch gar nicht mehr so kraftvoll abgesprungen wie zuvor“, erklärt er. Mit der Zeit habe er das Vertrauen zurückgewonnen. „Mein Körper fühlt sich wieder besser an. Die Entwicklung ist eigentlich wöchentlich sichtbar. Jetzt hoffe ich, dass es so weitergeht“, meint Lagergren, der im Sommer zu den Rhein-Neckar Löwen wechselt.

Fortschritt sichtbar

Seine Fortschritte hat auch SCM-Trainer Bennet Wiegert registriert. „In der Partie gegen die Füchse hatte Albin einen richtigen Lauf, deshalb kam Christoph Steinert nur kurz und vorrangig in der Abwehr zum Zug“, sagt Wiegert. „So ist es im Nachhinein unheimlich schade, dass es trotz der Leistung von Albin nicht für einen Sieg gereicht hat.“

Das EHF-Cup-Rückspiel gegen Gornik Zabrze nutzte Wiegert dann, um Steinert im rechten Rückraum mehr Spielzeit zu geben. Und der ließ seine Wurfgewalt phasenweise stark aufblitzen. Genauso wie sein Gegenüber Filip Kuzmanovski auf der linken Seite. Beide gemeinsam steuerten zehn Tore zum 37:26-Sieg bei.

Für den SCM insgesamt eine wünschenswerte Situation: Denn die Alternativspieler im Rückraum wurden zuletzt schmerzlich vermisst.

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