Magdeburg l Acht Siebenmeter, acht Tore – eine Trefferquote, die im Handball nicht alltäglich ist. Damit hatte Omar Ingi Magnusson, der auch noch einmal aus dem Feld traf, den Grundstein für den 28:22-Sieg des SC Magdeburg gegen Göppingen gelegt. „Ich weiß gar nicht, ob mir so etwas schon einmal gelungen ist“, sagte der Isländer.

Sieg der Mannschaft ist entscheidend

Lange nachdenken wollte er nicht. Denn so eiskalt wie er am Siebenmeterpunkt war, so nordisch kühl nimmt er auch die Glückwünsche hin. Magnusson: „Entscheidender ist doch, dass wir unser Heimspiel gewonnen haben.“ Eine Aussage, die den Trainer freut. Bennet Wiegert wollte von Einzel-Lob nämlich nichts wissen. Wiegert: „Ich möchte lieber über eine überragende Mannschaftsleistung in dieser Woche sprechen, zu der jeder seinen Teil beigetragen hat.“

Torhüter werden vorher studiert

Zusammen mit seinem Landsmann Gisli Kristjansson saß Magnusson noch lange nach Spielschluss zwischen Spielfeld und Kabine. „Wahnsinn, was auch mit 2000 Zuschauern heute für eine tolle Stimmung in der Halle war“, lobte Kristjansson. Und Magnusson bekam in bisher drei Bundesligaspielen den großen Unterschied zu seinen bisherigen Stationen in Dänemark und Island aufgezeigt. Magnusson: „Es geht härter zu und in der Bundesliga gibt es keine Gegner, die man einfach mal so leicht schlagen kann“, erzählt Magnusson, um den der SCM ja kurz vor Saisonbeginn noch mal zittern musste. Per Langzeit-EKG musste er noch einmal richtig durchgecheckt werden, bekam aber rechtzeitig grünes Licht.

Seine starke Trefferquote bei Siebenmetern überlässt der 23-Jährige natürlich nicht dem Zufall. „Ich schaue mir vor den Spielen schon die gegnerischen Torhüter an, was sie so zuletzt gemacht haben. Das gehört bei einer Spielvorbereitung einfach dazu“, verrät Magnusson. Aber bei seiner Quote werden sich die Torhüter des Gegners ihn künftig besonders intensiv anschauen.