Magdeburg l Die Ehrenrunden wollten am Sonnabend gar kein Ende nehmen. Frenetisch wurden die SCM-Handballer in der Getec-Arena von ihren Fans nach dem Sieg gegen den THW Kiel gefeiert. Das 32:31 (18:19) bringt zwar in der Tabelle auch nur zwei Punkte. Aber dieser Sieg war ein echtes Meisterstück und damit eine klare Ansage an die Konkurrenz. „Der SCM hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich entwickelt und gehört jetzt ganz klar zur Spitzengruppe. Und das ist auch gut für die Bundesliga“, sagte THW-Trainer Filip Jicha.

Siege gegen Kiel gab es auch in der Vergangenheit. Unter Trainer Bennet Wiegert gewann der SCM nun sogar sechs von acht Bundesliga-Spielen gegen den THW. Aber der aktuelle Erfolg zeigte deutlich, dass die Magdeburger noch einen Schritt weiter sind als in der vergangenen Saison und sie in der Kaderbreite Qualität gewonnen haben. Zeljko Musa und Matthias Musche konnten sich am Mittwoch gegen Nordhorn für das Top-Spiel schonen. Auf Rechtsaußen wechselten sich Tim Hornke und Daniel Pettersson auf hohem Level ab. Und obwohl Kiel mit der Umstellung auf eine 3-2-1-Deckung nach einer guten Viertelstunde die Rückraumwürfe von Michael Damgaard unterbinden konnte, fand der SCM nach der Pause vor allem durch Albin Lagergrens individuelle Klasse andere Wege, um die Kieler auszuhebeln.

Entscheidung in der 48. Minute

Gerade Damgaard war in der Anfangsphase von den Kielern kaum zu stoppen. Mit dem Treffer zum 10:6 (13.) hatte der Däne schon sein fünftes Tor erzielt. Am Ende war er mit sechs Treffern bester Werfer seines Teams.

SCM besiegt THW Kiel 32:31

Magdeburg (tw) l Handball-Krimi in der Getec-Arena Magdeburg. Der SCM besiegt den THW Kiel mit 32:31. Das dramatische Spiel in Bildern.

  • Filip Kuzmanovski, Marko Bezjak, Piotr Chrapkowski. Foto: Eroll Popova

    Filip Kuzmanovski, Marko Bezjak, Piotr Chrapkowski. Foto: Eroll Popova

  • Zeljko Musa. Foto: Eroll Popova

    Zeljko Musa. Foto: Eroll Popova

  • Michael Damgaard. Foto: Eroll Popova

    Michael Damgaard. Foto: Eroll Popova

  • Tim Hornke, Magnus Landin Jacobsen. Foto: Eroll Popova

    Tim Hornke, Magnus Landin Jacobsen. Foto: Eroll Popova

  • Niclas Ekberg, Matthias Musche. Foto: Eroll Popova

    Niclas Ekberg, Matthias Musche. Foto: Eroll Popova

  • Michael Damgaard. Foto: Eroll Popova

    Michael Damgaard. Foto: Eroll Popova

  • Tim Hornke, Magnus Landin Jacobsen. Foto: Eroll Popova

    Tim Hornke, Magnus Landin Jacobsen. Foto: Eroll Popova

  • Niklas Landin Jacobsen, Tim Hornke,  Patrick Wiencek, Albin Lagergren. Foto: Eroll Popova

    Niklas Landin Jacobsen, Tim Hornke, Patrick Wiencek, Albin Lagergren. Foto: Eroll Popova

  • Zeljko Musa. Foto: Eroll Popova

    Zeljko Musa. Foto: Eroll Popova

  • Bennet Wiegert. Foto: Eroll Popova

    Bennet Wiegert. Foto: Eroll Popova

  • SCM-Fans jubeln. Foto: Eroll Popova

    SCM-Fans jubeln. Foto: Eroll Popova

  • Bennet Wiegert, Jannick Green. Foto: Eroll Popova

    Bennet Wiegert, Jannick Green. Foto: Eroll Popova

  • Matthias Musche, Dario Quenstedt. Foto: Eroll Popova

    Matthias Musche, Dario Quenstedt. Foto: Eroll Popova

  • Bennet Wiegert, Jannick Green, Piotr Chrapkowski, Andreas Grote. Foto: Eroll Popova

    Bennet Wiegert, Jannick Green, Piotr Chrapkowski, Andreas Grote. Foto: Eroll Popova

  • Dirk Roswandowicz. Foto: Eroll Popova

    Dirk Roswandowicz. Foto: Eroll Popova

  • Matthias Musche. Foto: Eroll Popova

    Matthias Musche. Foto: Eroll Popova

  • Filip Jicha. Foto: Eroll Popova

    Filip Jicha. Foto: Eroll Popova

  • Nikola Bilyk, Zeljko Musa. Foto: Eroll Popova

    Nikola Bilyk, Zeljko Musa. Foto: Eroll Popova

  • Marko Bezjak. Foto: Eroll Popova

    Marko Bezjak. Foto: Eroll Popova

  • Christian O´Sullivan. Foto: Eroll Popova

    Christian O´Sullivan. Foto: Eroll Popova

  • Zeljko Musa. Foto: Eroll Popova

    Zeljko Musa. Foto: Eroll Popova

  • Christian O´Sullivan, Nikola Bilyk. Foto: Eroll Popova

    Christian O´Sullivan, Nikola Bilyk. Foto: Eroll Popova

  • Marko Bezjak. Foto: Eroll Popova

    Marko Bezjak. Foto: Eroll Popova

  • Tobias Thulin. Foto: Eroll Popova

    Tobias Thulin. Foto: Eroll Popova

  • Tobias Thulin. Foto: Eroll Popova

    Tobias Thulin. Foto: Eroll Popova

  • Hendrik Pekeler, Tim Hornke. Foto: Eroll Popova

    Hendrik Pekeler, Tim Hornke. Foto: Eroll Popova

  • Albin Lagergren, Nikola Bilyk. Foto: Eroll Popova

    Albin Lagergren, Nikola Bilyk. Foto: Eroll Popova

  • Patrick Wiencek, Albin Lagergren. Foto: Eroll Popova

    Patrick Wiencek, Albin Lagergren. Foto: Eroll Popova

  • SCM-Trainer Bennet Wiegert im  Interwiev. Foto: Eroll Popova

    SCM-Trainer Bennet Wiegert im Interwiev. Foto: Eroll Popova

  • Marc Schmedt, Marko Bezjak. Foto: Eroll Popova

    Marc Schmedt, Marko Bezjak. Foto: Eroll Popova

Doch dann stellten die Gäste um und drehten bis zur Pause das Spiel. Nach dem Seitenwechsel wurde die Parttie auch durch einige höchst umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen phasenweise sehr hektisch. Der SCM verwarf zudem nach der Pause auch noch drei Siebenmeter.

Dass es am Ende trotzdem zum Sieg reichte, lag am überragenden Torhüter Tobias Thulin – und an der 48. Minute: Da machten Piotr Chrapkowski, Marko Bezjak und Matthias Musche innerhalb von 32 Sekunden aus einem 25:26 ein 28:26. Mit einem „Hier regiert der SCM“ ließen die Fans die Getec-Arena wackeln und zogen den Kielern damit zusätzlich den Zahn. Jicha: „Das war der entscheidende Moment des Spiels. Da haben wir mit Ballverlusten den SCM eingeladen. Und das haben die Magdeburger dann auch brutal bestraft.“

Als Jicha das Spiel mit diesen Worten analysierte, nickte Wiegert neben ihm zustimmend. „Ein tolles Handballspiel mit einem Wahnsinns-Tempo vor der Pause. Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden. Und dabei haben wir einen Fehler weniger gemacht als der THW“, freute sich der Magdeburger Coach.

SCM hat gut gespielt und gekämpft

Dass seine Mannschaft mit weißer Weste an der Tabellenspitze steht, wird die Euphorie und Sehnsucht nach dem absoluten Meisterstück weiter anheizen. Wiegert: „Dagegen wehren wir uns auch nicht. Trotzdem bleiben Siege gegen Kiel für uns keineswegs normal. Aber es macht mich stolz, dass die Mannschaft die Qualität hat, gegen den THW aus einem Zwei-Tore-Rückstand eine Drei-Tore-Führung zu machen.“

Weil der SCM ein unglaubliches Selbstvertrauen mit auf die Platte bringt. Christian O’Sullivan: „Vor der Pause haben wir gut gespielt, nach der Pause gut gekämpft. Wir haben eine richtig gute Mischung im Team. Und selbst nach Rückständen glauben wir an uns und wissen, dass wir jederzeit das Spiel drehen können. Das macht ja ein Spitzenteam auch aus.“ Damgaard bestätigt: „Für solche Spiele und Siege lebt man. Unsere Mannschaft hat eine echte Entwicklung genommen. Und wir sind jetzt auch in der Breite qualitativ noch besser aufgestellt, können dadurch so wie heute Spielen auch wieder eine Wende geben.“

Handball-Fans, die das Spiel in der ARD bis zum Schluss schauen wollten, erlebten eine böse Überraschung.

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