Magdeburg l Carlos Molina wurde nach dem Abpfiff gedrückt und geherzt. Es war doch überraschend, dass nach dem Ausfall von Piotr Chrapkowski (Entzündung im linken Ellenbogen) Trainer Bennet Wiegert auf den 26-jährigen Spanier im Mittelblock gesetzt hatte. „Wir haben alles, was wir uns in der Theorie erarbeitet haben, umgesetzt“, so Wiegert. Mit Molina, der am Sonntag beim 37:31 (18:13)-Sieg des SCM gegen DHfK Leipzig sein Debüt für Grün-Rot und in der Liga gefeiert hatte. „Er hat seine Feuertaufe absolut bestanden“, sagte der Coach. „Er hat uns und die Mannschaft hat ihm geholfen“, erklärte Michael Damgaard.

Von der besten Abwehrleistung in dieser Saison wollte Wiegert dennoch nicht sprechen. „31 Gegentore sind für uns zu viel“, sagte der 35-Jährige. Dabei verwies er vor allem auf sieben Gegenstoßtore der Gäste in Hälfte zwei, was zeigte, dass im temporeichen Offensivfeuerwerk in diesem leidenschaftlich geführten Derby nicht jeder SCM-Angriff zum Erfolg führte. Letztlich lag die Wurfquote trotzdem bei sehr guten 72,5 Prozent.

Nun geht der Abwehrchef allerdings in Pflege: „Wir müssen jetzt Zeljko Musa in Watte packen“, meinte Wiegert zu dem am linken Knie verletzten Kroaten. So wird Wiegert Musa am Mittwoch im Pokalspiel bei der HG Saarlouis (2. Liga) weitgehend schonen. „Der Arzt hat gesagt, er soll nicht zu lange und nicht zu viel spielen“, sagte Wiegert mit der Gewissheit, dass Musa sehr lange gespielt hat. Auch, weil der 31-Jährige es so wollte.

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