Magdeburg l Ein Mann der vielen Worte ist Daniel Pettersson ja sowieso nicht unbedingt. Im Moment kommt es ihm deshalb bestimmt auch ein bisschen entgegen, dass mit einem Satz seiner Meinung nach schon alles gesagt ist. Nämlich: „Ich bin einfach zufrieden.“

Der Schwede hat vor einer Woche seinen Vertrag beim SC Magdeburg vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert. Bis 2022 wird er also auf Rechtsaußen wirbeln. „Das war einfach eine folgerichtige Entscheidung“, meint Pettersson, „denn hier passt es nicht nur für mich, sondern auch für meine Freundin Michelle.“ Letztere studiert per Fernstudium in Schweden und „kann 99 Prozent ihres Studiums von hier aus machen“, berichtet der 27-Jährige. Stressige Reisen bleiben so aus.

Drei SCM-Spieler für Schweden dabei

Wobei es für Pettersson selbst in zwei Wochen definitiv auf Reisen geht. Vor wenigen Tagen erfolgte nämlich seine Berufung in die schwedische Nationalmannschaft für die kommende Länderspielwoche. „Die EM im eigenen Land (9. – 26. Januar 2020, d. Red.) bleibt also weiter ein Traum“, freut sich Pettersson, der gemeinsam mit Albin Lagergren und Tobias Thulin bei den Testspielen gegen Island antritt.

Die Grundlage dafür hat er mit seinen Auftritten im Verein gelegt. SCM-Trainer Bennet Wiegert lobt seine „kontinuierliche Entwicklung“ sowie seine „coole Art und Kaltschnäuzigkeit“. Von seinen bislang 28 Toren hat er nämlich acht vom Siebenmeterpunkt eingenetzt. Woher der Schub kommt, kann er sich selbst auch nicht so genau erklären. Allerdings: „Ich denke, dass ich schon, als Robert Weber noch beim SCM war, auf einem ähnlichen Leistungsniveau gespielt habe wie jetzt“, sagt Pettersson, „nur hatte ich eben weniger Spielanteile. Da ich nun 30 oder auch mal 60 Minuten auf dem Feld stehe, fällt meine Leistung eben auch mehr auf.“

Freude über Reaktionen

Das alles ist für den Schweden aber längst kein Grund sich auszuruhen. „Handballerisch will ich mich ständig weiterentwickeln“, stellt er vor der schweren Auswärtsaufgabe in Hannover am Sonntag (16 Uhr) klar. Da will er natürlich auch wieder auf dem Feld stehen, im Heimspiel gegen Göppingen pausierte Pettersson ja. Trotzdem hat er daran nur gute Erinnerungen. Beim Warmmachen standen die grün-roten Fans nämlich mit Bannern neben dem Spielfeld, bedankten sich bei ihm und Michael Damgaard für deren Verlängerungen. „Dass das in der Getec-Arena so honoriert wurde, hat mich besonders gefreut“, erzählt Pettersson.

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