Magdeburg l Ein Sturmduo hat es am vergangenen Sonnabend auf vier Tore gebracht. Robert Weber mit drei Treffern und Daniel Pettersson mit einem trugen maßgeblich zum 6:1-Sieg der Bundesliga-Handballer des SC Magdeburg bei den Alt-Herren-Kickern der TSG Grün-Weiß Möser bei. Das Zusammenspiel funktionierte einwandfrei, die Ausbeute hätte indes besser sein können. „Ich hatte ja noch eine weitere Chance, bei der hätte ich es besser machen können“, sagte Pettersson mit einem Lächeln. „Aber die Mannschaft hat sechs Treffer erzielt, das war gut.“

Dieses Duo im Sturm wird in der kommenden Bundesliga-Saison und in der Saison darauf auch das Duo auf Rechtsaußen bilden. Denn während der 31-jährige Weber bereits im Juni 2016 seinen Vertrag beim SCM bis 2019 verlängert hatte, hat sich auch der 25-jährige Pettersson entschieden, seine sportliche und private Zukunft zumindest mittelfristig in Magdeburg zu verbringen. Seinen bis 2018 datierten Vertrag hat der Schwede um zwei weitere Jahre verlängert. „Ich fühle mich mit meiner Freundin Michelle sehr wohl in Magdeburg“, sagte Pettersson, der in der neuen Serie mit den Grün-Roten den nächsten Schritt gehen möchte: „Wir wollen besser abschneiden als in der vergangenen Saison (Platz fünf/d. Red.). Ich hoffe außerdem, dass wir es wieder ins Final Four im EHF-Cup schaffen und auch im Pokal weiterkommen als im vergangenen Jahr.“ In der Saison 2016/17 schied der SCM im Achtelfinale durch ein 21:22 gegen den THW Kiel aus.

Hoffnung auf mehr Einsatzzeiten

Pettersson persönlich hatte keinen leichten Stand nach seinem Wechsel im letzten Sommer vom schwedischen Erstligisten Eskilstuna Guif an die Elbe. „Die Bundesliga ist nun mal die beste Liga der Welt, da muss man sich jedes Mal bestätigen. Und an diesem Unterschied musste ich mich erst gewöhnen“, erklärte er und ergänzte: „Aber jetzt weiß ich, was mich in der neuen Saison erwartet, und ich werde darauf vorbereitet sein.“

Die SCM-Gesichter der neuen Saison

Magdeburg (dh) l Mit 15 Spielern startet Handball-Bundesligist SC Magdeburg in die neue Saison. Dazu gehören auch die vier Neuzugänge Gleb Kalarasch, Pjotr Chrapkowski, Carlos Molina und Lukas Mertens. In unserer Galerie fehlen Fitnesstrainer Denis Kirchhoff und Physiotherapeut Andreas Grote.

  • Jannick Green (Nummer 16): Torwart, 28 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Jannick Green (Nummer 16): Torwart, 28 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Dario Quenstedt (Nummer 21): Torwart, 27 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Dario Quenstedt (Nummer 21): Torwart, 27 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Zeljko Musa (Nummer 2): Kreisläufer, 31 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Zeljko Musa (Nummer 2): Kreisläufer, 31 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Matthias Musche (Nummer 6): Linksaußen, 24 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Matthias Musche (Nummer 6): Linksaußen, 24 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Lukas Mertens (Nummer 22): Linksaußen, 21 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Lukas Mertens (Nummer 22): Linksaußen, 21 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Daniel Pettersson (Nummer 11): Rechtsaußen, 25 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Daniel Pettersson (Nummer 11): Rechtsaußen, 25 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Robert Weber (Nummer 28): Rechtsaußen, 31 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Robert Weber (Nummer 28): Rechtsaußen, 31 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Carlos Molina (Nummer 18): Rückraum links, 26 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Carlos Molina (Nummer 18): Rückraum links, 26 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Pjotr Chrapkowski (Nummer 3): Rückraum links, 29 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Pjotr Chrapkowski (Nummer 3): Rückraum links, 29 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Mads Christiansen (Nummer 20): Rückraum rechts, 31 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Mads Christiansen (Nummer 20): Rückraum rechts, 31 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Nemanja Zelenovic (Nummer 42): Rückraum rechts, 27 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Nemanja Zelenovic (Nummer 42): Rückraum rechts, 27 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Christian O Sullivan (Nummer 24): Rückraum Mitte, 26 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Christian O Sullivan (Nummer 24): Rückraum Mitte, 26 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Marko Bezjak (Nummer 25): Rückraum Mitte, 31 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Marko Bezjak (Nummer 25): Rückraum Mitte, 31 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Gleb Kalarasch (Nummer 29): Kreisläufer, 26 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Gleb Kalarasch (Nummer 29): Kreisläufer, 26 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Michael Damgaard (Nummer 34): Rückraum links, 27 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Michael Damgaard (Nummer 34): Rückraum links, 27 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Trainer Bennet Wiegert, 35 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Trainer Bennet Wiegert, 35 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Co-Trainer Yves Grafenhorst, 32 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Co-Trainer Yves Grafenhorst, 32 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Co-Trainer Tomas Svensson, 48 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Co-Trainer Tomas Svensson, 48 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Mannschaftsbetreuer Ulrich Barnikol, 62 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Mannschaftsbetreuer Ulrich Barnikol, 62 Jahre. Foto: Eroll Popova

  • Phyisotherapeut Guido Engemann, 48 Jahre. Foto: Eroll Popova

    Phyisotherapeut Guido Engemann, 48 Jahre. Foto: Eroll Popova

Deshalb erhofft er sich mehr Einsatzzeiten im neuen Spieljahr. Pettersson kommt dabei die Kader-Aufstockung von 14 auf 16 Akteuren pro Spieltag besonders entgegen. „Jetzt muss ich nicht mehr überlegen, wen ich aus meinem 15-Mann-Kader bringe, sondern habe vollen Zugriff auf mein Team“, betonte Trainer Bennet Wiegert. Im EHF-Cup hatte Pettersson dagegen viele Minuten, in denen er sich beweisen konnte. „Das ist für uns ein sehr wichtiger Wettbewerb. Und ich habe mich gefreut, dort spielen zu können“, erklärte er. Und zu treffen: Während Pettersson in der Liga auf 16 Tore kam, wies seine Statistik im internationalen Wettbewerb 48 Treffer auf.

„Der EHF-Cup war seine Spielwiese“, bestätigte Wiegert. „Ich hatte damit die Kräfte optimal verteilt, wollte außerdem das Verletztenrisiko minimieren. Und ich glaube auch, dass ich damit sowohl Daniel als auch Robert gerecht geworden bin.“ Am Ende aber habe gerade in der Schlussphase der Saison die größere Erfahrung, aber auch Qualität den Ausschlag gegeben, dass Weber in der Liga den Vorzug erhielt. Wiegert: „Ich freue mich sehr, dass Daniel trotz weniger Einsatzzeiten in der letzten Saison das Vertrauen in das Trainerteam und in unser Projekt hat und seinen Beitrag dazu leisten will.“