Magdeburg l Zeljko Musa, Abwehrchef des Bundesligisten SC Magdeburg, ärgert sich. Immer noch. Vor allem die Anfangsphase der Partie gegen die Eulen Ludwigshafen (35:26) am vergangenen Donnerstag hat dem Kroaten überhaupt nicht geschmeckt. „Da waren wir in der Abwehr immer einen Schritt zu langsam“, beklagt Musa, „und haben deshalb einen Siebenmeter nach dem anderen kassiert.“

Gegen GWD Minden am kommenden Sonntag ist für ihn deshalb klar, dass sich der SCM vor allem im Abwehrverhalten steigern muss. Minden ist allein aufgrund der Platzierung als Tabellen-Elfter schon einmal stärker einzustufen. Hinzu kommt, dass sich die Mannschaft von Trainer Frank Carstens am Sonntag mit einem 25:20-Sieg über den VfL Gummersbach nach einer Schwächephase wieder Selbstvertrauen geholt hat.

Minden mit Wurfgewalt

„Außerdem stellt uns Minden in der Abwehr vor eine andere Herausforderung“, berichtet Musa. Während die Eulen oft den Weg über ihren Kreisläufer gesucht haben, „sind jetzt einige Spieler dabei, die vor allem aus dem Rückraum gefährlich werden, also von der Neun-Meter-Linie oder noch davor den Abschluss suchen“. So wie zum Beispiel Christoffer Rambo auf Rückraum rechts oder Marian Michalczik auf der linken Seite. „Für uns gilt, dass Spiele in der Abwehr gewonnen werden. Denn daraus resultiert eben unser Tempospiel“, so Musa. Trotz aller Selbstkritik überwiegt aber auch bei ihm die Freude über zwei Punkte. „Denn so halten wir Anschluss nach vorne und haben uns vom fünften Platz abgesetzt.“

Die Ausgangslage im Kampf um die vorderen Tabellenränge hat sich derweil nicht verändert. So haben die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag mit einem 25:23 (10:11)-Sieg beim TBV Lemgo Rang drei vor dem SCM gefestigt. Beste Werfer der Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen waren Jannik Kohlbacher und Andy Schmid mit je fünf Treffern. Jacobsen hatte bereits vor dem Spiel bekräftigt, dass es für die Löwen jetzt darum gehe, „Magdeburg hinter uns zu halten“.

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