Magdeburg l Im November 2019 läuft der SC Magdeburg auf europäischem Parkett auf. Und seit Dienstag steht nun auch der erste Gegner fest: Für die dritte Qualifikationsrunde des EHF-Cups wurde dem SCM in Wien die polnische Mannschaft Górnik Zabrze zugelost.

SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt ist damit aus verschiedenen Gründen zufrieden. Zum einen sind diese rein praktischer Natur. Der SCM bestreitet nämlich zuerst das Auswärtsspiel – am 16. oder 17. November – und hat dementsprechend im Rückspiel Heimrecht. Das wird voraussichtlich am Totensonntag, 24.  November, um 16 Uhr ausgetragen.

Heimrecht kann für SCM Faktor sein

„In der vergangenen Saison haben wir ja gesehen, wie wichtig dieser Faktor sein kann“, sagt Schmedt, der dabei das hitzige Duell beim FC Porto (27:34) im Kopf hat. Da verspielte der SCM auswärts nämlich noch eine Drei-Tore-Führung und schied sang- und klanglos aus. „Insofern wirkt diese Kombination auf dem Papier erst einmal angenehmer.“

Außerdem lassen sich die Ansetzungen ganz gut mit dem Bundesliga-Spielplan vereinbaren. Vor dem Hinspiel hat der SCM fast eine komplette Woche ohne Spielbetrieb zur Verfügung, vor dem Rückspiel sind die Magdeburger donnerstags in der Getec-Arena gegen die Füchse Berlin gefordert.

Nach Berlin-Spiel keine Reise

„Nach dem schweren Spiel gegen Berlin müssen wir also keine lange Reise antreten, sondern können die kurze Zeit effektiv nutzen und regenerieren“, sagt Schmedt.

Und obwohl beim Namen Górnik Zabrze nicht sofort die Handball-Alarmglocken klingeln, hat das Los für Schmedt auch aus sportlicher Sicht seinen Reiz. „Im europäischen Handball gibt es eigentlich keine Unbekannten, insofern ist auch Zabrze, die in der polnischen Liga übrigens gerade auf dem vierten Platz liegen, ein Begriff.“ Der dortige Trainer, Marcin Lijewski, war einst selbst in Deutschland als Rückraumspieler aktiv und lief für die SG Flensburg-Handewitt (2002 – 2008) und den HSV Hamburg (2008 – 2013) auf.

SCM peilt Gruppenphase an

Trotzdem: Für den SCM soll die dritte Runde nur Durchgangsstation zur Gruppenphase sein. „Daran werden wir alles setzen. Denn: In der vergangenen Saison haben wir hart dafür gearbeitet, dass wir wieder auf europäischer Ebene dabei sein dürfen. Und deshalb ist es ja auch klar, dass wir jetzt über die dritte Runde hinauskommen wollen“, sagt Schmedt.

Dass der EHF-Cup nach dem Ausscheiden im Pokal-Achtelfinale noch einmal an Bedeutung gewonnen hat, sieht SCM-Spieler Michael Damgaard nicht unbedingt so. „Es wäre falsch, zu sagen, dass wir uns da jetzt noch einmal extra darauf fokussieren“, meint der Däne, „denn den Wettbewerb haben wir ja seit Beginn der Saison auf dem Schirm.“

Drei weitere Bundesligisten dabei

Neben dem SCM sind noch 31 weitere Teams dabei, drei davon kommen aus der Bundesliga. Die Füchse Berlin treffen auf den schwedischen Vertreter HK Malmö, die Rhein-Neckar Löwen spielen gegen SKA Minsk aus Weißrussland und die MT Melsungen gegen das griechische Team von Olympiakos Piräus. In den vergangenen 16 Jahren stellte die Bundesliga 15 Mal den Cupsieger.

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