Lemgo l Der SC Magdeburg hat am Mittwochabend die 20 Spiele ohne Niederlage „voll“ gemacht: Beim abstiegsbedrohten TBV Lemgo feierten die Magdeburger einen früh auf den Weg gebrachten 34:25 (19:14)-Erfolg. Michael Damgaard war mit zehn Treffern bester Werfer beim Tabellenfünften, dessen Durchmarsch nicht nur den Gegnern ein bisschen unheimlich wird.

SCM-Trainer Bennet Wiegert hatte befürchtet, dass seinen Jungs noch die Strapazen der Hatz von Magdeburg zum EHF-Cup-Spiel ins spanische Pamplona, zurück nach Magdeburg und weiter nach Lemgo innerhalb von nur fünf Tagen noch in den Knochen stecken könnte, doch weit gefehlt. Frisch und munter zogen die Gäste von Beginn an ihren Stiefel wie gewohnt durch. Sofort die Führung übernehmend, wurde der Vorsprung über die Stationen 3:2 (5.), 4:7 (12.), 13:8 (21.) bis auf sechs Tore kontinuierlich ausgebaut (14:8/22.).

Dabei brauchten die Magdeburger eigentlich nur auf die am Ende unzähligen Ballverluste der Hausherren im Angriff zu warten. Dem TBV-Rückraum fehlte jegliche Durchschlagskraft. Immer wieder wurden die Fehler durch leichte SCM-Tore im Tempogegenstoß bestraft. Weil sein Team das Spiel früh im Griff hatte, konnte Wiegert auch früh anfangen, die Kräfte zu verteilen und Reserven für das Viertelfinal-Rückspiel im EHF-Cup am Sonnabend anzulegen. Jacob Bagersted kam für Zeljko Musa, etwas später tauschte Mads Christiansen mit Nemanja Zelenovic. Noch vor dem Anpfiff hatten die „inaktiven“ Daniel Pettersson und Matthias Musche im Lemgoer Fan-Block Platz genommen.

Die Torproduktion lief weiter, vor allem aber konnte Damgaard wieder nicht genug bekommen: Als es beim 19:14 in die Kabinen ging, hatte er bereits siebenmal getroffen - von Problemen mit der Bauchmuskulatur, die den Dänen noch in Pamplona frühzeitig außer Gefecht gesetzt hatte, keine Spur.

Die 15 Minuten Pause reichten dem unter Dauer-Power laufenden SCM, um die Akkus wieder aufzuladen: Ein Start nach Maß - und es stand nach 35 Minuten 22:14. Das Spiel drohte noch einseitiger zu werden, denn der TBV hatte dem Sturmlauf der Gäste kaum etwas entgegenzusetzen. Verlass war nur auf Tim Hornke. Der Ex-Magdeburger war mit sechs Treffern wieder einmal Lemgos erfolgreichster Schütze.

Bei den Magdeburgern kamen auch jene zum Zuge, die sonst weniger Tore beisteuern. So auch Spielmacher Marko Bezjak: Mit seinem fünften Tor markierte das 26:17 (42.). Als Christiansen fünf Minuten vor dem Ende den Zehn-Tore-Vorsprung perfekt machte (33:23), skandierten die mitgereisten Fans einmal mehr: „Hier regiert der SCM!“

Lemgo: Wyszomirski, Maier - Mansson 5, Kogut 4, Ramba, Ebner 3, Theuerkauf, Hornke 6/1, Skroblien 2, Suton, Bartok 1, Valiullin 1, Klimek, Zieker 2

Magdeburg: Quenstedt, Green – Musa, van Olphen, Bagersted, Grafenhorst 5, Christiansen 6, O‘Sullivan, Bezjak 5, Weber 7/3, Zelenovic, Damgaard 10, F. Lemke 1

Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic. Zuschauer: 3671. Siebenmeter: Lemgo 2/1/ ; SCM 4/4. Zeitstrafen: Lemgo 4/ SCM 3.