Magdeburg l Nach Abpfiff kamen die Handballer des SC Magdeburg in der Erlanger Arena noch einmal im Kreis zusammen. Es war das vorerst letzte Abklatschen für gut eine Woche, reist ein Großteil der Spieler in der Länderspielpause doch zu den Nationalmannschaften. Umso wichtiger war es daher auch, mit einem positiven Gefühl auseinanderzugehen. Und das ist dem SCM am Sonntag gelungen.

Beim HC Erlangen setzte sich die Mannschaft von Bennet Wiegert nämlich souverän mit 32:27 (17:11) durch. „Die Erlanger haben mit ihren letzten Ergebnissen auf jeden Fall aufhorchen lassen“, sagte Wiegert bei „Sky“, „deshalb bin ich stolz, dass wir hier bestanden haben.“ Der HC hatte ja unter anderem den Rhein-Neckar Löwen zuletzt einen Punkt abgeknöpft.

Souveräner SCM-Start

Doch von dieser starken Leistung war beim Gastgeber erst einmal überhaupt nichts zu sehen. Der SCM dagegen präsentierte sich von Beginn an hellwach und legte somit einen Start hin, der völlig konträr zur vorangegangenen Partie gegen den TVB Stuttgart verlief. Da mussten sich die Magdeburger nach einem 3:9-Rückstand mühsam wieder herankämpfen. Jetzt allerdings legten sie vor. Und wie.

Nach sechs Minuten traf Daniel Pettersson bereits zum 4:0 – Erlangens Coach Adalsteinn Eyjolfsson zückte sofort die grüne Karte. Doch der SCM zeigte sich weiterhin cooler und abgeklärter als zuletzt. Im Angriff wurden die Außenspieler in gute Abschlusspositionen gebracht, außerdem fanden die Zuspiele von Christian O’Sullivan und Michael Damgaard immer wieder Abnehmer am Kreis. Treffsicher und schnell zog der SCM so bis auf 16:6 (23.) davon.

Bezjak und Lagergren auf Bank

Bemerkenswert war das auch deshalb, weil sowohl Spielmacher Marko Bezjak, der schon gegen Stuttgart gefehlt hatte, als auch Albin Lagergren, der sich im Spiel gegen Stuttgart wohl am Sprunggelenk verletzt hatte, ausschließlich auf der Bank Platz nahmen. "Beide waren nicht einsatzfähig", erklärte Wiegert. „Dadurch war die Konstellation mit Christoph Steinert im rechten Rückraum ungewohnt“, so der Trainer weiter, der deshalb auch gerne etwas mehr Einfluss auf seine Mannschaft genommen hätte. Besonders in der Phase nach der Halbzeitpause, als sich Erlangen noch einmal aufbäumte.

Angeführt von Antonio Metzner, der mit zehn Treffern bester Werfer der Gastgeber war, kämpfte sich der HC auf ein 15:18 (40.) ran. Der SCM dagegen konnte nur ein Tor in diesen zehn Minuten verbuchen. „Da gingen die Köpfe etwas runter“, meinte Wiegert, „aber dann haben wir uns wieder gewehrt, und da bin ich stolz drauf.“ Mit einem Doppelschlag erhöhte Pettersson zwischenzeitlich wieder auf 24:17 (48.). Und zum Schluss war es Steinert vergönnt, an seiner alten Wirkungsstätte das letzte Tor für den SCM und sein insgesamt drittes in der Partie zu werfen.

Lob für Steinert

Für den 29-Jährigen, der seine Trainingsleistung bisher nicht in den Spielen zeigen konnte, ein Fortschritt. „Er musste sich jetzt endlich mal im Wettkampf belohnen, denn im Training war er ja dran“, betonte Wiegert, „trotzdem können er und auch die anderen immer noch mehr.“ In der kommenden Woche hat der Trainer jetzt Zeit, daran gezielt zu arbeiten.

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