Leipzig l Daniel Pettersson warf in letzter Sekunde den SCM zu einem 26:25-Sieg bei DHfK Leipzig. Ein Spiel, das von vielen Fehlern geprägt war. Immer, wenn eine der beiden Mannschaften davonziehen hätte können, wurden dicke Chancen vergeben und der Gegner wieder aufgebaut. Und auch deshalb duften die Magdeburger am Ende doch noch jubeln. "Zum Schluss hatten wir das Matchglück und die Kleinigkeiten haben für uns entschieden", freute sich SCM-Trainer Bennet Wiegert. 

SCM beginnt schlecht

Zu Beginn des Spiels mussten die Magdeburger erst einmal einem Rückstand nachlaufen. Vor allem dank einem starken Joel Birlehm im Leipziger Tor lagen die Gastgeber nach sieben Minuten mit 4:2 vorn. Und als sich der SCM auf 4:4 herankämpfte, zogen der SC DHfK erneut davon und führte sechs Minuten vor der Pause mit 9:7.

Klare Pausenführung verschenkt

Jetzt war der SCM aber endlich wach und drehte das Spiel sogar. Beim Stand von 12:10 für den SCM war 20 Sekunden vor der Pause und mit Ballbesitz sogar eine Drei-Tore-Führung drin. Aber die Chance wurde vergeben und DHfK konnte verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen dann erst einmal wieder die Leipziger das Kommando und gingen nach 35 Minuten mit 15:14 in Führung. Der auf die Platte zurückgekehrte Matthias Musche machte daraus nach 43 Minuten ein 18:17 für den SCM. Der Linksaußen hatte sich nach elf Minuten beim Sprung in den Kreis am linken Fuß verletzt und musste runter. Der dafür ins Spiel gekommene Lukas Mertens machte seine Sache aber richtig gut und hatte mit vier Toren großen Anteil an der Pausenführung.

Spannung bis zum Schluss

Als Marko Bezjak zehn Minuten vor dem Ende zum 23:21 für den SCM traf, war das Momentum wieder auf Seiten des SCM. Doch auch diese Führung gab keine Sicherheit und die Leipziger glichen zum 23:23 (52.) aus. Und es kam noch schlimmer für die Grün-Roten. Denn Leipzig machte daraus sogar eine 25:23-Führung (58.). Aber der SCM kam mit einem echten Krimi noch einmal zurück.

Nachdem Pettersson per Siebenmeter ausgeglichen hatte, entschärfte Torwart Jannick Green den letzten Angriff der Leipziger. Weil Michael Damgaard in den letzten zwei Spielen für das Magdeburger Siegtor in den Schlussekunden sorgte, war klar, dass die Leipziger sich auf ihn konzentrieren. Damgaard: "Ich hatte dann auch leich zwei Gegenspieler an mir dran und habe den Ball deshalb nach rechts gespielt, weil dort mehr Platz war." Und den Pettersson dann auch eiskalt zum Siegtor nutzte. "Schön, dass ich heute der Glücklich war, dem das Siegor gelang. Viel wichtiger aber ist, dass wir unsere Siegesserie fortsetzen konnten."