Magdeburg l Als die 500 Zuschauer am Freitagabend in der Getec-Arena nach dem 31:24 (16:11) des SCM im Testspiel gegen Ludwigshafen das Magdeburger Lied anstimmten, dürfte der eine oder andere auch Gänsehaut bekommen haben. „Das tat richtig gut. Wir haben es lange vermisst, vor Leuten zu spielen. Und wir hoffen alle, dass es beim Bundesligastart noch mehr sind“, erklärte Torwart Jannick Green, nachdem er sich mit seinen Teamkollegen auf der Platte ausgiebig bei den Fans für die Unterstützung bedankt hatte.

Sachsen-Anhalts Politik ist gefragt

Dank der aktuellen Corona-Regelungen konnten die Grün-Roten am Freitag erstmals 500 Zuschauer in die Halle lassen. „Und unsere Fans haben sich dabei strikt an die Abstandsregelungen gehalten und einen Mund-Nasenschutz gestragen. Und weil die Karten nur online vergeben wurden, ist auch die Nachverfolgbarkeit gegeben“, sagte SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt, der gestern auch sehr aufmerksam das Geschehen beim 1. FC Magdeburg verfolgte.

Dort waren beim Pokalspiel gegen Darmstadt sogar 5000 Zuschauer zugelassen. Schmedt: „Die Landes- und Kommunalpolitik hat sich in den letzten Wochen deutlich für eine schrittweise Perspektive für Sportveranstaltungen mit Zuschauern in Sachsen-Anhalt ausgesprochen. Darauf vertrauen wir und der ganze SCM mit seinen Fans und Zuschauern jetzt auch voll und ganz.“ Heißt: Zum Saisonstart gegen den Bergischen HC erhoffen sich die SCM-Verantwortlichen dann sogar 2500 Zuschauer in der Halle.

Verwiesen wird dabei auch auf den SC DHfK Leipzig, wo das zuständige Gesundheitsamt für den Oktober bereits 2100 Zuschauer genehmigt hat. Schmedt: „Die Rahmenbedingungen sind in Magdeburg sicher nicht schlechter. Insofern hoffen wir inständig auf eine vergleichbare Entscheidung in dieser Woche.“

Rückkehr der Fans wirtschaftlich wichtig

Darauf setzt auch Trainer Bennet Wiegert. „Das ist ein super Signal. Und wenn ich die Aussagen unserer Politiker richtig interpretiere, dann hoffe ich sogar auf 2500 Zuschauer. Das wäre auch wirtchaftlich unheimlich wichtig für uns“, so der Coach.

Auf der Platte näherte sich seine Mannschaft schon wieder einen Schritt mehr in Richtung Pflichtspielbetrieb. Wiegert: „Zum großen Teil haben wir das ganz gut gemacht. Aber wir hatten auch einige Fehler dabei, die wir uns in der Bundesliga nicht leisten können.“

Musche zufrieden mit dem Test

Sieht Matthias Musche ähnlich. „Mit sieben Toren gegen Friesenheim zu gewinnen, ist okay. Wir steigern uns langsam. Unser Tempospiel teilweise ist schon ganz gut. Aber die Quote bei den Fehlwürfen sollten wir runterschrauben und auch in der Abwehr müssen wir uns noch ein bisschen besser finden. Und es wäre schön, wenn die Halle irgendwann mal wieder voller ist“, sagte der Linksaußen.