Magdeburg l Die Fans des SC Magdeburg wollten gar nicht nach Hause gehen. „Hamburg, wir kommen!“ und „Oh, wie ist das schön!“, wurde gesungen und ein Team gefeiert, das die Krise der letzten Wochen eindrucksvoll abgeschüttelt hat. „Wir wollten es heute unbedingt wissen. Und mit den Zuschauern im Rücken haben wir am Sieg auch nie einen Zweifel aufkommen lassen“, freute sich SCM-Trainer Bennet Wiegert.

Die personellen Probleme wurden wie erhofft auch bisschen kleiner. Während Marko Bezjak ohne Spielkleidung an der Platte entlang humpelte und sich hinter die SCM-Bank setzte, konnte Piotr Chrapkowski nach seinem Muskelbündelriss endlich wieder auf der Platte ran. Das tat dem Magdeburger Spiel auch richtig gut. Anders als im Punktspiel vor drei Wochen verließen sich die SCM-Spieler nicht allein auf den Torwart Jannick Green. Und der war fast noch stärker als im Bundesliga-Match, hatte schon nach einer Viertelstunde sechs Paraden (zur Pause 12 und am Ende über 20) auf seinem Konto.

Aber auch am gegnerischen Kreis lief es ganz anders als bei den drei Pflichtspielniederlagen zuvor. Nach sechs Minuten holten die Gastgeber mit einer 5:2-Führung die Fans erstmals von den Sitzen. Und als Robert Weber nach Zuspiel von Michael Damgaard in der 15. Minute per Kempa-Trick zum 10:5 traf, wackelte die Halle endgültig. Die Zuschauer spürten, dass da unten wieder eine ganz andere Truppe steht. Eine Truppe, die keinen Bock auf weitere Niederlagen hat.

Dank Paraden von Green, Zauberpässen und Toren von Albin Lagergren (dem tat die fast zweiwöchige Pause nach dem Spiel bei den Löwen richtig gut) und Damgaard (kommt durch die Spielpraxis immer mehr an seine alte Klasse ran) und natürlich einem erneut treffsicheren Matthias Musche (am Ende mit zehn Toren bester Werfer) wurde die Führung immer weiter ausgebaut.

Ein klarer Sieg

Drei Minuten nach der Pause sorgte Robert Weber sogar für den ersten Zehn-Tore-Vorsprung (24:14/33.). Dass die Fans schon wenig später skandierten „Hier regiert der SCM“ war volles Programm. Selbst mit Youngsters-Spieler Juan de la Pena in der zentralen Rolle gaben die Magdeburger klar das Kommando an. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss war der SCM sogar auf 32:19 enteilt und hörte trotzdem nicht auf. Die unglückliche Punktspielniederlage vor drei Wochen tat einfach zu weh. Da sollte eine ordentliche Revanche her, die am Ende auch gelang.

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