Ilsenburg l „Wir wollen mit einem Sieg bei der letzten Auflage in die Geschichte des Klaus-Miesner-Gedenkturniers eingehen", sagte SCM-Trainer nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel bei der traditionsreichen Veranstaltung am Fuße des Brockens. Nach einem 30:25 am Freitagabend gegen den Schweizer Meister, Kadetten Schaffhausen, wurde am Sonnabend Norwegens Titelträger Elverum sogar mit 31:20 geschlagen. Damit hatten die Grün-Roten das Ticket fürs Finale sicher. Gegner wird da am Sonntagnachmittag in der Harzlandhalle (15 Uhr) Celje sein.

SCM trifft mit Zaubertoren

Ähnlich wie gegen Schaffhausen konnte Wiegert auch gegen Elverum vor allem mit der ersten Hälfte des Spiels zufrieden sein. Da zauberten seine Spieler einige Male sogar den Ball regelrecht ins Tor. So wie beim 3:1 von Matthias Musche, dem ein geniales Zuspiel von Michael Damgaard voraus ging. Auch Zeljko Musas 4:2, bei dem er im Fallen den Ball mit der Rückhand noch ins Tor brachte, riss die Fans von den Sitzen. Auch das Tempospiel lief ganz ordentlich, so dass die Magdeburger nach 17 Minuten erstmals mit fünf Toren (11:6) führten. Dass gegen Ende der ersten Halbzeit dann aber zu schnell die Abschlüsse gesucht wurden, passte Wiegert gar nicht. „Lasst doch den Ball laufen, wir kriegen genug Chancen", rief er seinen Spielern zu. Hochkonzentriert wurde dann vor rund 1000 Zuschauern doch noch ein klarer Pausenstand von 18:8 herausgespielt.

Schmidt am Knie verletzt

Nach dem Seitenwechsel durften auf den Außen Lukas Mertens und Daniel Pettersson ran. Kaum Pause hatte Christian O’Sullivan. Wiegert: „Als Norweger war es für ihn ein besonderes Spiel. Deshalb war von vornherein klar, dass er da viel Einsatzzeit bekommt." Musa bekam die dagegen zwangsweise, weil sich Erik Schmidt am rechten Knie verletzte. „Wir sind da Knie an Knie gestoßen. Dürfte aber nicht so schlimm sein. Beim Finale bin ich hoffentlich wieder dabei", so der Kreisläufer.

Preuss schaute mit Krücken zu

Mit Moritz Preuss war übrigens auch der dritte Kreisläufer des SCM in der Halle. Aber leider nur auf Krücken. Preuss hatte sich vor zwei Wochen das Kreuzband im linken Knie gerissen und wartet nun darauf, dass die Schwellung im Knie abklingt und er operiert werden kann.

Auf einem Stuhl vor der Kabine sitzend sah er, wie seine Teamkollegen nach 42 Minuten nur noch mit sieben Toren (21:14) führten. Die Norweger setzten im Angriff jetzt auf einen siebten Feldspieler, was aber vor allem Lukas Mertens zu nutzen wusste. Der Linksaußen erkämpfte sich einige Bälle und traf allein drei Mal ins leere Tor der Norweger. Nachdem Elverum sieben Minuten vor Schluss sogar auf sechs Tore verkürzte und es nur noch 25:19 stand, schaltete der SCM noch mal einen Gang hoch und gewann am Ende deutlich.

Fünf Tore von Mertens, Damgaard und Hornke

Mertens, Damgaard und Tim Hornke waren mit je fünf Treffern die besten Schützen.

Und für die restlichen Tore sorgten Filip Kuzmanovski, Musche, Pettersson, O'Sullivan, Musa (je 3 Treffer) und Christoph Steinert (1 Tor).