Magdeburg l Nicht nur SCM-Trainer Bennet Wiegert dürfte in diesen Tagen ein gutes Gefühl verspüren, wenn er auf die Ausgangslage seiner Mannschaft blickt. Gegen den THW Kiel hat der SCM erfolgreich den fünften Platz in der Handball-Bundesliga verteidigt – und so die Chance auf einen internationalen Startplatz gewahrt –, zudem steht das Team im Final Four des DHB-Pokals und ist auf dem besten Weg, sich auch im EHF-Pokal für die Finalspiele zu qualifizieren. Allesamt Perspektiven, in der kommenden Saison erneut auf dem europäischen Parkett aufzulaufen.

Für Marc-Henrik Schmedt, Geschäftsführer des SCM, ist eine Qualifikation für die europäische Ebene ein wichtiges Qualitätskriterium für den Verein: „Es macht uns attraktiv für Spieler, die zum SCM wechseln wollen, und für unsere Partner, die internationale Begegnungen sehen können.“ Darüber hinaus zeige eine Teilnahme am europäischen Geschäft auch, dass man zur Bundesliga-Spitzengruppe gehört.

EHF vergibt Startplätze

Die Vergabe der internationalen Startplätze wird von der Europäischen Handball-Föderation (EHF) geregelt. „Unsere letzte Information ist, dass Deutschland laut dem EHF-Ranking zwei Startplätze in der Champions-League und drei im EHF-Pokal zustehen“, sagt Andreas Wäschenbach, Verantwortlicher für die Spielorganisation der Handball-Bundesliga (HBL). In der Champions-League spielen somit der deutsche Meister und Vizemeister, im EHF-Pokal der Tabellendritte und -vierte der Bundesliga. Der übrige, dritte EHF-Platz wird an den deutschen Pokalsieger vergeben.

Eine Wild-Card für die Champions-League wird es indes in der Saison 2018/19 für die HBL nicht mehr geben. Zuletzt hatte diese der drittplatzierte THW Kiel erhalten.

SCM stehen viele Wege offen

Für den SCM sind daher folgende Szenarien denkbar: Mit einem Sprung auf einen der ersten vier Ränge in der Handball-Bundesliga, ist den Magdeburgern ein Startplatz im internationalen Wettbewerb sicher. Ebenso gelingt das, wenn der SCM deutscher Pokalsieger wird, oder den EHF-Pokal gewinnt. Denn als Titelverteidiger wäre der Verein im kommenden Jahr automatisch für diesen Wettbewerb gesetzt.

Angenommen all das tritt nicht ein – selbst dann gibt es noch weitere Wege, die allerdings vom Abschneiden anderer Bundesligisten abhängen.

Enger Kampf in der Bundesliga

„Natürlich gucken wir nach oben. In der Bundesliga ist es ganz eng da an der Spitze. Aber auch Melsungen und Kiel sind nur 4 Punkte hinter uns“, warnt Torwart Jannick Green und fügt an: „Wir denken nur von Spiel zu Spiel. Das war und ist gut für uns.“

Obwohl noch nichts gewonnen sei, nimmt auch Trainer Bennet Wiegert an, dass für den SCM in dieser Saison was drin ist: „Ich freue mich auf das, was kommt. Denn da ist noch ein bisschen was möglich.“ Nur auf den Siegen ausruhen, dürfe sich die Mannschaft nicht.

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