Magdeburg l Hiobsbotschaft für Lukas Mertens und den SC Magdeburg: Der Linksaußen hat sich bei der 29:34 (14:18)-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Das bestätigte der SCM am Freitag nach zuvor eingehenden Untersuchungen. Der 22-Jährige war bereits in der Anfangsphase des Spiels in Mannheim ausgeschieden und musste am Spielfeldrand behandelt werden. Nach Vereinsangaben fällt Mertens, der zu Saisonbeginn zum SCM gekommen war und bisher 49 Saisontore erzielt hat, neun bis zwölf Monate aus. Das Jahr 2018 ist für den ehemaligen Junioren-Nationalspieler damit gelaufen.

Die Mitspieler erreichte die schlechte Nachricht am Nachmittag. Nach dem Regenerationstraining am Freitagmorgen hatte Trainer Bennet Wiegert seine Mannschaft über das Wochenende nach Hause geschickt, erst am Montag geht es mit dem Training weiter. In der kommenden Woche steht dem SCM ein Kraftakt mit drei Spielen in vier Tagen bevor. Am Donnerstag tritt der SCM in der Bundesliga beim TV Hüttenberg (Sporthalle Gießen-Ost, 19 Uhr) an, am Sonnabend und Sonntag steht das Finalturnier um den EHF-Pokal in der Getec-Arena an. Zunächst geht es im Halbfinale gegen Saint-Raphael Var aus Frankreich (Sonnabend, 14.15 Uhr) – und im besten Fall wartet am Pfingstsonntag im EHF-Pokal ein weiteres „Endspiel“ auf den SCM.

Gegen die Rhein-Neckar Löwen ging nach dem verlorenen Halbfinale im DHB-Pokal auch das „Endspiel“ um die mögliche Champions-League-Qualifikation verloren. „Wir sind nicht nur auf der Sonnenseite – sondern nehmen auch die Dunkelheit mit. Das macht uns stärker“, sagte Trainer Wiegert nach der Niederlage in der SAP-Arena in der Pressekonferenz und kündigte an: „Wir werden daraus lernen und uns verbessern. Gefühlt sind wie besser aufgetreten – aber nur gefühlt. Das Ergebnis ist fast das gleiche. Wir sind natürlich wieder enttäuscht.“ Und da wusste er noch nichts von der schweren Mertens-Verletzung ...

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