Magdeburg l Acht Siege in neun Bundesliga-Spielen. Da dürfte die Reise zum Tabellenschlusslicht nach Ludwigshafen für die SCM-Handballer eigentlich kein Problem sein. Eigentlich! Denn im Mannschaftsbus fahren zum Spiel bei den Eulen am Donnerstag (19 Uhr, Sky) auch zahlreiche Fragezeichen mit.

Mit dem dicksten stieg Marko Bezjak gestern in den Bus. Der 32-Jährige wurde vor der Abfahrt noch mal eingehend untersucht. Die Zerrung im rechten Oberschenkel hat sich zwar gebessert, aber er spürt immer noch etwas. Bezjak: „Richtig schmerzfrei bin ich noch nicht.“ Und SCM-Trainer Bennet Wiegert: „Dadurch ist das Risiko einer größeren Verletzung zu groß.“

O'Sullivan trotz Grippe dabei

Vor fünf Wochen in Wetzlar sah es allerdings auch nicht gut für Bezjak aus und er spielte dann trotzdem. Damals zwickten aber Knie und Sprunggelenk, wo man auf die Zähne beißen und sich mit Schmerzen auch mal durch ein Spiel quälen kann. Bei einer Zerrung folgt dagegen bei Überbelastung in der Regel ein Faserriss.

Christian O‘Sullivan wird sein Fragezeichen dagegen weghusten können. Der Norweger plagt sich mit einer Grippe herum, ist aber schon wieder auf dem Weg der Besserung. Wiegert: „Er soll sich auf der Fahrt und dann im Hotel richtig ausschlafen. Dann müsste es für das Spiel reichen.“

SCM-Vorbereitung nicht ideal

Die Frage, wer von Beginn an auf die Platte läuft, hat der Trainer für sich zwar schon beantwortet. Aber die Fans dürften vor allem gespannt darauf sein, wer im Tor und als Rechtsaußen beginnt. Da hat Wiegert zwischen Jannick Green und Dario Quenstedt beziehungsweise Robert Weber und Daniel Pettersson die Qual der Wahl. Wiegert: „Verraten habe ich es selbst den Spielern noch nicht. Aber diese Frage ist für mich auch völlig nebensächlich. Anders als im Fußball ist es bei uns völlig egal, wer anfängt. Ich kann beliebig ein- und auswechseln. Entscheidend ist nur, dass wir zwei gute Torhüter und Rechtsaußen haben.“

Problematischer sieht Wiegert viel mehr die Vorbereitung auf das Spiel. Weil Bezjak und O‘Sullivan nicht trainieren konnten, sich Juan de la Peña bei den Youngsters in Hannover auch noch das Knie verdreht hatte, fehlten beim Training die etatmäßigen zentralen Rückraumspieler. Wiegert: „Das ist alles andere als ideal, weil man taktisch da immer improvisieren muss. Auch bei der Videobesprechung hatte ich nicht alle Spieler zusammen. Ideal verlief unsere Woche bisher also wirklich nicht. Aber das darf und wird keine Ausrede sein.“

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