Magdeburg l Die Fans des SC Magdeburg wollten gar nicht nach Hause gehen. „Hamburg, wir kommen!“ und „Oh, wie ist das schön!“ wurde gesungen und ein Team gefeiert, das die Krise der letzten Wochen eindrucksvoll abgeschüttelt hat. „Kompliment an meine Mannschaft. Die Jungs haben es unbedingt gewollt. Und mit den Zuschauern im Rücken haben wir am Sieg auch nie einen Zweifel aufkommen lassen“, freute sich SCM-Trainer Bennet Wiegert nach dem Erfolg seiner Mannschaftam Mittwochabend vor 6372 Zuschauern in der Getec-Arena..

Chrapkowski beim SCM wieder dabei

Die personellen Probleme wurden wie erhofft ein bisschen kleiner. Piotr Chrapkowski konnte nach seinem Muskelbündelriss wieder auf der Platte ran. Das tat dem Magdeburger Spiel auch richtig gut. Anders als im Punktspiel vor drei Wochen verließen sich die SCM-Spieler nicht allein auf den Torwart Jannick Green. Und der war sogar noch stärker als im Bundesliga-Match, hatte schon nach einer Viertelstunde sechs Paraden (zur Pause 12 und am Ende über 20) auf seinem Konto.

Halle wackelt nach dem 10:5

„Meine Leistung hängt natürlich immer von der Abwehr ab. Und da haben wir trotz Zeitstrafen sehr gut verteidigt“, lobte der Däne. Aber auch am gegnerischen Kreis lief es ganz anders als bei den drei Pflichtspiel-Niederlagen zuvor. Nach sechs Minuten holten die Gastgeber mit einer 5:2-Führung die Fans erstmals von den Sitzen. Und als Robert Weber nach Zuspiel von Michael Damgaard in der 15. Minute per Kempa-Trick zum 10:5 traf, wackelte die Halle endgültig. Die Zuschauer spürten, dass da unten wieder eine ganz andere Truppe steht. Eine Truppe, die partout keine Lust auf weitere Niederlagen hat.

Musche bester SCM-Werfer

Dank Paraden von Green, Zauberpässen und Toren von Albin Lagergren (dem tat die fast zweiwöchige Pause nach dem Löwen-Spiel richtig gut) sowie Michael Damgaard (kommt durch die Spielpraxis immer mehr an seine alte Klasse ran) und natürlich einem erneut treffsicheren Matthias Musche (am Ende mit zehn Toren bester Werfer) wurde die Führung immer weiter ausgebaut.

"Hier regiert der SCM"

Drei Minuten nach der Pause sorgte Robert Weber sogar für den ersten Zehn-Tore-Vorsprung (24:14/33.). Dass die Fans schon wenig später skandierten „Hier regiert der SCM“, war volles Programm. Selbst mit Youngsters-Spieler Juan de la Pena gaben die Magdeburger klar das Kommando an. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss war der SCM sogar auf 32:19 enteilt und hörte trotzdem nicht auf. Die unglückliche Punktspielniederlage vor drei Wochen tat einfach zu weh. Da sollte eine ordentliche Revanche her, die am Ende auch gelang.

Weber: „Ein eindrucksvoller Sieg und genial, dass ich mit dem SCM noch mal ein Final Four spielen kann. Aber jetzt haben wir erst einmal Bock auf die Füchse am Sonntag.“ Die Berliner sind ebenfalls beim Final Four am 6./7. April dabei - wie auch der THW Kiel und der TSV Hannover-Burgdorf.

Statistik zum Spiel

SC Magdeburg - FA Göppingen 40:27 (21:12)

SCM: Green/Quenstedt – Musa, Chrapkowski 3, Musche 10/5, Kluge 1, Pettersson 1, de la Pena 3, Plaza Jimenez 1, Molina, Christiansen 3, Lagergren 4, Weber 7, Damgaard 7

Göppingen: Rebmann/Prost – Kneule 2, Ritterbach, A. Damgaard 1, Heymann, Bagersted 2, Peric, Sliskovic 2, Schiller 5/1, Rentschler 6/4, Goller 1, Schöngarth 3, Zelenovic, Kozina 5

Schiedsricher: Marcus Hurst (Oberursel) / Mirko Krag (Frankfurt)

Zuschauer: 6372

Siebenmeter: 5/5 – 5/6

Zeitstrafen: 4 – 4

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