Magdeburg l Bereits am Donnerstag war die Getec-Arena vor der Partie des SC Magdeburg gegen den THW Kiel ausverkauft, eine Anreise ohne Ticket am Sonntagmittag somit zwecklos. 6800 Zuschauer sahen zu Beginn ein enges Spiel, in dem sich der SCM dank einer starken Mannschaftsleistung aber Tor für Tor absetzen konnte. Schlussendlich stand ein 31:26-Heimsieg zu Buche.

Zu Beginn spielte allerdings erst einmal der THW Kiel auf. Mit 1:3 lagen die „Zebras" nach sechs Minuten in Führung, der SCM kämpfte sich zwar immer wieder ran (3:3/9. Minute, 6:6/13.), konnte aber erst nach 15 Minuten mit 8:7 in Führung gehen. Während die Kieler in der Anfangsphase oft ihren Kreisläufer Patrick Wiencek suchten und fanden, tat sich auf Magdeburger Seite Torhüter Dario Quenstedt hervor, der unter anderem gleich zweimal in Folge einen Wurf von Lukas Nilsson parierte und mit seinem langen Pass auf Matthias Musche das 10:8 einläutete.

Rote Karte war ausschlaggebend

Beim Halbzeitstand von 16:13 wechselten die Teams die Seiten, kurz darauf musste der Kieler Spieler Ole Rahmel aufgrund dreier Zeitstrafen endgültig vom Feld – eine der Schlüsselszenen für den THW-Trainer Alfred Gislason: „Als wir Ole verloren haben, hatten wir bereits ziemlich große Probleme in der Abwehr. Seine Aufgabe war es, die Deckung zu stabilisieren."

Doch nicht nur in der Abwehr offenbarten sich jetzt Schwächen, auch im Angriff agierte Kiel teilweise ideenlos. Mit einem drohenden Zeitspiel im Nacken war es oftmals Christian Dissinger, der die Kieler mit seinen Gewaltwürfen im Spiel hielt. Der THW hatte beim 22:20 (42. Minute) noch einmal die Chance, auf ein Tor heranzukommen, allerdings setzte Marko Vujin seinen Wurf neben das Tor.

SCM-Torhüter mit guter Leistung

Der SCM war gewarnt, zog mit drei Treffern in Folge auf 25:20 davon und ließ die Kieler nicht mehr herankommen. Mit einem starken Jannick Green im Tor brachte der SCM den 31:26-Sieg letztendlich ungefährdet über die Zeit.

„Ich habe einfach ein sehr gutes Gefühl dabei, wie das Team auftritt. Die Symbiose aus Feld, Bank und Spielern, die hinter der Bank sitzen, passt einfach", sagte Trainer Bennet Wiegert. Und überraschte seine Spieler mit zwei freien Tagen, „der Kopf braucht das, mal keine Handballhalle mehr zu sehen", so Wiegert.

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