Berlin l Die erste Titelchance müssen die SCM-Handballer abhaken. Im Achtelfinale des DHB-Pokals kam durch ein 30:31 (16:15) bei den Füchsen in Berlin das frühe Aus.

Es knisterte von Anfang an. Schon bevor der erste Ball flog, gab es am Rande eine heiße Diskussion. Denn als die SCM-Spieler auf die Platte liefen, fehlte die kultige SCM-Fahnenschwenkerin Katja Hermann auf der Platte. Die Füchse hatte es aus Brandschutz-Gründen nicht erlaubt, was Hermann kopfschüttelnd hinnahm und auf ihrer Facebook-Seite entsprechend kommentierte.

Dafür dominierte zunächst Grün-Rot auf den Rängen. Über 1000 mitgereiste Magdeburger sorgten nicht nur durch ihre Trikots für eine Heimspielatmosphäre. Immer wieder dröhnte das langgezogene SCM durch den Fuchsbau.

Magdeburg gut im Spiel

Und anders als in den letzten Partien waren die in ihren weißen Auswärtstrikots spielenden Magdeburger von Beginn an gut im Spiel und mussten nicht wie bei den zuletzt drei Niederlagen in der Liga erst einmal einen Rückstand aufholen. Nach neun Minuten sorgte Michael Damgaard mit seinem Tor zum 4:3 für die erste SCM-Führung.

Dass die Gäste die Führung danach sogar auf zwei Tore ausbauten und nach 17 Minuten mit 10:8 führten, hatte in diesem engen Spiel aber nichts zu bedeuten. Innerhalb von nur einer Minute glichen die Füchse zum 10:10 aus. Matthias Musche mit seinem dritten verwandelten Siebenmeter und Christian O’Sullivan per Gegenstoß brachten die Magdeburger wieder auf 12:10 nach vorn. Doch sieben Minuten vor der Pause hatten die Füchse das Spiel sogar gedreht und führten 13:12. Danach übernahm der SCM wieder das Kommando. Doch ausgerechnet Musche ließ 59 Sekunden vor der Pause am Siebenmeterpunkt und beim Nachsetzen gleich zwei Mal die Chance auf eine Zwei-Tore-Führung liegen.

Füchse bringen Magdeburg zum Verzweifeln

Mit einer 16:15-Führung waren die Magdeburger zwar nach dem Seitenwechsel erst einmal in Ballbesitz. Doch Füchse-Torwart Dejan Milosavljev brachte die Magdeburger jetzt reihenweise zum Verzweifeln. Als die Füchse nach 43 Minuten dank ihres Torhüters und der Treffsicehrheit von Hans Lindberg eine 24:19-Führung gemacht hatten, verstummten selbst die frenetischen SCM-Fans.

Aber Spiele zwischen dem SCM und den Füchsen bleiben bis zum Ende ein Krimi. Im Magdeburger Tor wuchs jetzt Tobias Thulin über sich hinaus – und der SCM war neun Minuten vor Schluss wieder auf 26:24 dran. Mehr ließen die Gastgeber aber nicht zu. Mit zwei Angriffen wurde daraus wieder ein Vier-Tore-Vorsprung. Die Grün-Roten mit ihrem besten Werfer Musche (9 Tore) gaben zwar nie auf. Aber es reichte nicht mehr und das Viertelfinale wird am Donnerstag ohne den SCM ausgelost.