Haldensleben l In diesen Tagen verbringen die Handballer des SC Magdeburg das letzte komplett freie Wochenende. Denn wenn ab kommender Woche die Turniere beginnen – erst der Sparkassen-Cup in Eisenach, dann das Klaus-Miesner-Turnier in Ilsenburg und danach die DHB-Pokalrunde in Göttingen – sind die 48-stündigen Regenerationsphasen passé. „Dementsprechend werden wir dann auch die Belastung runterfahren“, sagt SCM-Trainer Bennet Wiegert.

Wiegert ist zufrieden

Er hat beim 28:26-Testspielerfolg gegen den dänischen Vizemeister GOG Svendborg am Donnerstag auch schon „einige müde Gesichter und schwere Beine“ ausgemacht. Das vor Augen war Wiegert mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Die Partie bewerte ich so: ,Gut – mit Luft nach oben.‘ Das ist in dieser Phase aber normal. Wenn jetzt schon alles perfekt laufen würde, hätten wir unsere Bestform vielleicht zu früh erreicht“, sagt der Trainer. Er merkt aber auch an: „In den kommenden Wochen möchte ich weiterhin eine kontinuierliche Steigerung sehen.“

Gegen GOG Svendborg, die eine ähnliche Spielphilosophie wie der SCM verfolgen und unheimlich aufs Tempo drücken, ließ sich der SCM zu oft auskontern. „In der Rückwärtsbewegung müssen wir schneller werden“, kritisiert Wiegert, „wer Konter laufen kann, kann auch zurücklaufen.“ Insbesondere auch dann, wenn das eigene Tor leer ist und der Keeper von der Bank wieder rechtzeitig ins Spiel gebracht werden muss.

Allein in der zweiten Halbzeit trafen die Dänen sieben Mal aus der ersten Welle heraus. „Diese Zahl müsste eigentlich auf unserer Seite stehen“, meint Linksaußen Lukas Mertens. Die Tür für schnelle Gegenstöße öffnete der SCM meist selbst durch technische Fehler oder nicht genutzte Torchancen. „Da haben wir eindeutig zu viel liegen lassen“, räumt auch Rückraumschütze Michael Damgaard ein, „obwohl es in den Situationen absolut richtig war, den Abschluss zu suchen.“

Der Däne mahnt dennoch zur Ruhe: „Wir haben noch zahlreiche Testspiele vor uns und rund einen Monat Zeit. Da fühle ich mich jetzt noch nicht unter Druck gesetzt. Der Test hat einfach gezeigt, woran wir noch arbeiten müssen.“

Damgaard fühlt sich richtig gut

Für Damgaard ist es ohnehin schon jetzt eine gelungene Vorbereitung, da er selbst von Anfang an dabei sein kann. In den vergangenen Jahren plagte ihn entweder sein Knie oder der Ellenbogen – deshalb bereitete er sich oft individuell vor. „Im Moment fühle ich mich richtig gut. Auch mein Knie ist stabil“, erzählt Damgaard, „in der Sommerpause habe ich zudem sehr viel trainiert.“ Der 29-Jährige hat nämlich gleich mehrere Ziele vor Augen. Klar wird, dass ihn der verpasste Titel mit dem SCM in der vergangenen Saison immer noch wurmt. „Die Spielzeit war sehr gut, aber ohne Titel“, sagt er. Das soll sich in der kommenden Saison möglichst ändern. Zudem: „Neben den Zielen mit dem Verein stehen ja noch weitere Höhepunkte an. Die EM sowie die Olympischen Spiele 2020 mit der dänischen Nationalmannschaft.“ Auch dafür hat er im Sommer schon geschuftet.

Am Dienstag (Halle, 18.30 Uhr) geht es für ihn und den SCM aber erst einmal mit einem Test gegen Plzen weiter.

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