Magdeburg l In der Gerüchteküche des SC Magdeburg brodelt der heißeste Topf nicht mehr. Denn was in den letzten Wochen bezüglich der Torwartposition an der Seite von Jannick Green spekuliert wurde, ist inzwischen perfekt. Der Däne Mike Jensen wird im Sommer von Balingen-Weilstetten an die Elbe wechseln.

Green und Jensen als optimales Gespann

„Wir sehen in Mike Jensen und Jannick Green das optimale Gespann für die nächste Saison, da sie über sehr unterschiedliche körperliche Voraussetzungen verfügen“, freut sich Bennet Wiegert als Geschäftsführer Sport und Cheftrainer über die Verpflichtung des Landsmannes der langjährigen Nummer eins im SCM-Tor. Jensen kam zur Saison 2019/20 aus Nordsjaelland zu den „Galliern von der Alb“ und macht gerade in der laufenden Saison mächtig auf sich aufmerksam. Der 25-Jährige führt aktuell mit 145 Paraden diese Statistik der Handball-Bundesliga an. Seine Fangquote liegt bei 30,72 Prozent.

Jensen kann große Karriere starten

Und das soll erst der Beginn einer großen Torwart-Karriere sein. Wiegert: „Mike ist ein noch eher junger Torwart, und wir erhoffen uns daher noch eine Steigerung seines Potenzials und Entwicklung.“ Als der SCM vor drei Wochen in Balingen ein 39:26-Schützenfest feierte, erwischte Jensen einen der eher schlechteren Tage der laufenden Spielzeit. Mit lediglich sieben Paraden und einer Fangquote von nur 22 Prozent konnte er seine künftigen Teamkollegen nicht stoppen.

Als ihm die Bälle um die Ohren flogen, gab es allerdings schon die Gerüchte, dass er beim Duell dieser Clubs in der nächsten Saison wohl möglicherweise auf der anderen Seite stehen wird. Denn wenige Tage nach dem Spiel teilte Jensen seinem aktuellen Verein mit, dass er den am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Dafür hat er jetzt in Magdeburg bis 2023 unterschrieben. „Ich freue mich darauf, auf höchstem Niveau zu spielen“, wird Jensen auf der offiziellen Vereinsmitteilung zitiert.

Thulins Vertrag beim SCM läuft aus

Durch Jensen erhoffen sich die Magdeburger künftig auch einen härteren Konkurrenzkampf im Tor. Tobias Thulin bringt zwar körperlich für einen Top-Torwart alles mit, aber ist für einen Torwart eines Spitzenclubs zu introvertiert. Und als Green im November aufgrund einer Knieverletzung nur bedingt einsatzfähig war, hatte der SCM seine große Schwächephase in der Saison.

Dass soll sich künftig ändern. Weder Green noch Jensen gehören bei der WM zum dänischen Kader. Ab Sommer können sich die beiden Dänen dann gegenseitig pushen, um bei der EM in einem Jahr wieder Chancen auf ein Turnier-Ticket zu haben.

Wo Thulin künftig zwischen den Pfosten stehen wird, ist noch offen. „Wir wünschen ihm mit einem Vereinswechsel mehr Spielanteile und eine damit verbundene Weiterentwicklung“, so Wiegert, dem es wichtig war, Thulin in einem „offenen und fairen Gespräch den Entschluss mitzuteilen, in der nächsten Saison getrennte Wege zu gehen“.