Göttingen/Magdeburg l Zufrieden klatschten sich die SCM-Handballer am frühen Sonntagabend in der Göttinger Arena ab und freuten sich über den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals. Das findet am 1. und 2. Oktober statt.

87 Tore in zwei Spielen

Um die ersten Pokalhürden zu überspringen, mussten sich die Grün-Roten allerdings nicht allzu sehr strecken. Am Sonnabend wurde beim Viererturnier in Niedersachsen erst der Northeimer HC mit 41:26 (27:10) geschlagen. Und im Finale wurde es noch deutlicher. Da hieß es am Ende 46:17 (20:6) gegen Eintracht Hagen.

HSV schied überraschend aus

Die hatten am Sonnabend verhindert, dass es im Endspiel gegen den HSV Hamburg mit einigen alten Bekannten geht. Doch die Hamburger konnten nicht an ihre guten Leistungen in den Vorbereitungsspielen anknüpfen und unterlagen Hagen mit 29:30 (13:13). Wiegert: „Dass der HSV gegen Hagen ausscheidet, damit hatte ich nach den letzten Ergebnissen der Hamburger nicht gerechnet. Für die Vorbereitung des Finales hatte ich ja auch genügend Material von den Spielen des HSV, von Hagen dagegen fast nichts. Da wir uns aber auch auf dieses Spiel professionell vorbereiten wollten, war da auch eine kleine Nachtschicht angesagt.“

Klarer Vorsprung zur Pause

Die hat sich aber gelohnt. Denn während die Magdeburger gegen Northeim in der 5. Minute sogar mit 3:4 in Rückstand lagen und es beim 7:6 selbst nach 13 Minuten noch spannend war, drehten die Grün-Roten am Sonntag sofort auf. Nach zehn Minuten hieß es schon deutlich 8:2. Und nach 22 Minuten waren die Magdeburger bereits auf zehn Tore (15:5) enteilt. Zur Pause hieß es dann dank einer starken Wurfquote (71 Prozent) und vieler guter Paraden von Torwart Jannick Green schon 20:6. Der Zweitligaabsteiger musste dem engen Spiel gegen den HSV am Tag zuvor ordentlich Tribut zollen.

Und während die SCM-Profis am Sonnabend nach der Pause noch einen Gang runterschalteten und gegen Northeim sogar die zweite Halbzeit mit 14:16 verloren, wurde gestern mit vollem Fokus auch die zweite Spielhälfte angegangen.

Musa und Musche mit je elf Toren

Nur neun Minuten nach dem Seitenwechsel war der SCM sogar schon auf 18 Tore (28:10) enteilt. Wiegert nutzte den klaren Vorsprung auch dafür, dass alle auf ihre Einsatzminuten kamen. So durfte sich auch Hannes Bransche im rechten Rückraum beweisen und nutzte das zu ingesamt fünf Toren. Darunter der Treffer zur 20-Tore-Führung (34:14/45.). Erik Schmidt war es dann vorbehalten, für den Endstand zu sorgen. „Diese Aufgabe hat die Mannschaft sehr konzentriert erledigt“, lobte Wiegert, der erst am Dienstagnachmittag wieder zum Training bittet. Wiegert: „Auch wenn die Ergebnisse sehr deutlich waren, hat das Wochenende durchaus Kraft gekostet.“

Das waren die SCM-Torschützen gegen Northeim: Mertens 6, Pettersson 5, Hornke 5, Damgaard 5, Kuzmanovski 5, Musa 4, Bezjak 4, Musche 3, Schmidt 3, Steinert 1.

Das waren die SCM-Torschützen gegen Hagen: Musche 8, Musa 7, Bransche 5, Pettersson 4, Steinert 4, Damgaard 4, Hornke 4, Schmidt 3, O‘Sullivan 2, Chrapkowski 2, Mertens 2, Bezjak 1.