Magdeburg l Freier Sonntag, freier Montag – die Handballer des SC Magdeburg konnten nach der anstrengenden WM oder hartem Training in den letzten Wochen endlich mal wieder richtig ausspannen. Zuvor stand am Sonnabend aber noch ein Testspiel beim Zweitligisten Wilhelmshavener HV an. Ergebnismäßig glückte die Generalprobe auch. Der SCM siegte mit 34:27 (17:12). Bester Werfer an der Nordseeküste war Michael Damgaard mit 13  Toren. Zwischen den Pfosten begann Dario Quenstedt. Nach der Pause durften sich die Zuschauer dann auch über Weltmeister Jannick Green freuen, der sogar ein Tor erzielte.

„Mir war es wichtig, noch mal einen Test unter Wettkampfbedingungen zu haben. Von daher bin ich mit dem Spiel zufrieden“, sagte Trainer Bennet Wiegert. „Im Schnitt kam jeder auf rund 30 Minuten Spielzeit. Wir konnten unterschiedliche Formationen testen und an gewissen Basics arbeiten.“ Wiegert hatte einst ja selbst zwei Jahre in Wilhelmshaven gespielt.

Verletzungsrisiko minimiert

Für Nationalspieler Matthias Musche und die für das Allstar-Team der Bundesliga ausgewählten Albin Lagergren, Robert Weber und Zeljko Musa war die Reise in den Norden natürlich zusätzlicher Stress. Sechs Stunden dauerte die Anreise für das Trio. „Die sind frühmorgens sieben Uhr los und waren erst zwei Stunden vor Spielbeginn da“, berichtete Wiegert. Mit den Gastgebern war auch deshalb abgesprochen, in den Zweikämpfen dosiert zu agieren, um jeglichem Verletzungsrisiko aus dem Weg zu gehen.

Lukas Mertens wurde überhaupt nicht attackiert. Der 22-jährige Linksaußen durfte nach der Pause für zehn Minuten ran und nutzte das in seiner Geburtsstadt auch gleich zu zwei Toren. Schöner kann ein Comeback nach Kreuzband-riss und neunmonatiger Pause nicht verlaufen.

Bezjak kann Fuß nicht belasten

Dafür macht Marko Bezjaks Verletzung am rechten Fuß wieder Sorgen. Der Slowene musste sogar kurzfristig den Einsatz am Freitag für das Allstar-Team im Spiel gegen die deutsche Nationalmannschaft absagen und stand auch in Wilhelmshaven nicht auf der Platte. Wiegert: „Er kann den Fuß nicht voll belasten. Da wollten wir kein Risiko eingehen. Das wird deshalb auch richtig eng für das Spiel gegen Melsungen.“

Dass Piotr Chrapkowski in Wilhelmshaven nicht auf der Platte stand, muss dagegen keinem Fan Sorgen machen. Weil seine Frau mit einer Erkältung flachlag, musste der Pole als Papa für die Kinder da sein.

Vorbereitung auf Melsungen

Am Dienstag wollen die SCM-Handballer dann ausgeruht die Vorbereitungen für das Spiel gegen Melsungen angehen. Die Fans wollen ihr Team schließlich nach zuletzt zwei Bundesliga-Heimniederlagen gegen Göppingen und die Füchse Berlin auch wieder um Punkte jubeln sehen.

Weitere Artikel über den SC Magdeburg finden Sie hier.