Mitglieder der „Hall of Fame“

- Hans-Jürgen Wende

- Wolfgang Lakenmacher

- Ernst Gerlach

- Günther Dreibrodt

- Wieland Schmidt

- Hartmut Krüger

- Ingolf Wiegert

- Joel Abati

- Steffen Stiebler

- Gueric Kervadec

- Olafur Stefansson

- Stefan Kretzschmar

- Bartosz Jurecki

- Bennet Wiegert

Magdeburg l Tore und Tränen – das wird am Mittwoch das Motto in der Getec-Arena sein: Nach dem Spiel des SC Magdeburg gegen Bietigheim (18.30 Uhr, Sky) werden die Handballer verabschiedet, die den Verein im Sommer verlassen. Und besonders laut und emotional dürfte es bei den Verabschiedungen von Dario Quenstedt und Robert Weber zugehen. Quenstedt hat schon in der Jugend beim SCM gespielt, Weber hat sich zum Rekordtorschützen des Vereins geworfen. Die bisher 1942 Tore des 33-Jährigen könnten eine Marke für die Ewigkeit sein.

Berechtigte Frage also, ob sein Trikot künftig unter dem Hallendach verewigt wird. Diese Ehre wird nur Spielern zuteil, die in die Ruhmeshalle des Vereins, die sogenannte „Hall of Fame“ aufgenommen sind. Wem diese Ehrung zuteil wird, entscheidet ein Fünfer-Gremium mit Vereinsikone Ingolf Wiegert, der heute Vorsitzender des Ältestenrates ist, mit Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt, SCM-Präsident Dirk Roswandowicz sowie Detlef Giele aus dem Ältestenrat und Beisitzer Helmut Engelmann. Vorschläge für die Aufnahme darf jedes Vereinsmitglied machen. „Bisher“, sagt Ingolf Wiegert, „wurden aber keine Vorschläge an uns herangetragen. Wenn da etwas kommt, werden wir darüber diskutieren und am Ende abstimmen.“

Internationaler Titel als Bedingung

Die Bedingungen für die Aufnahme sind internationale Titel, Länge der Zugehörigkeit zum Verein und auch die Außendarstellung des Spielers für den SCM. Die letzten Spieler, denen diese Ehre zuteil wurde, waren 2015 Bartosz Jurecki und der heutige Cheftrainer Bennet Wiegert.

Mit einem internationalen Titel kann Robert Weber zwar nicht glänzen, eigentlich schon ein Ausschlusskriterium. Doch der Österreicher hat trotzdem eine Ära der Grün-Roten mitgeprägt, war zehn Jahre lang ein Aushängeschild des Vereins. Weber hat auch nie einen Hehl daraus gemacht, dass er seine Karriere gerne in Magdeburg beendet hätte. Allerdings konnten sich Verein und Spieler im vergangenen Herbst nicht einigen. Der SCM soll dem Rechtsaußen nur einen Jahresvertrag mit gekürzten Bezügen angeboten haben, Weber fühlte sich nicht mehr wertgeschätzt. Es kam zu Überwerfungen. All das soll jetzt aber keine Rolle spielen. „Wir werden ihn auch würdig verabschieden. Was die Aufnahme in die ,Hall of Fame‘ betrifft, ist der Ältestenrat federführend“, erklärt Geschäftsführer Schmedt.

SCM-Präsident begrüßt Vorschlag

Ob Vorschläge für die Aufnahme des Rechtsaußen in die Ruhmeshalle kommen, hängt gewiss auch vom Rahmen der Verabschiedung ab. Sollte da förmlich das Dach wegfliegen, werden sich bestimmt Mitglieder finden, die den Vorschlag an den Ältestenrat richten.

Präsident Roswandowicz würde das begrüßen: „Auch wenn der fehlende internationale Titel gegen eine Aufnahme spricht, sollten wir bei einem möglichen Vorschlag durchaus ein bisschen länger überlegen. Verdient hätte es Robert auf jeden Fall, weil er eine lange Zeit des Vereins mitgeprägt hat. Und seine Tormarke dürfte auch nicht so schnell geknackt werden."

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