Berlin/Magdeburg l Hier der Trainingsstart des eigenen Teams, dort die WM – für SCM-Trainer Bennet Wiegert ist in diesen Tagen Handball pur angesagt. „Ich schaue wirklich viel. Die Spiele der deutschen Mannschaft sowieso, aber auch bei den anderen Teams habe ich über den Livestream immer ein Auge drauf. Das Turnier ist absolute Werbung für unseren Sport“, freut sich Wiegert.

Beim Spiel gegen Russland und auch gestern gegen Serbien war er sogar selbst in der Halle. Und hat das natürlich auch für ein intensives Gespräch mit Matthias Musche genutzt. Wiegert: „Uwe Gensheimer spielt auf seiner Position bisher überragend. Dadurch kam Matze in den entscheidenden Spielen nicht zum Zuge. Aber wie er damit umgeht und auf der Bank mitfiebert und jede gelungene Aktion feiert, finde ich ganz stark. Er lernt bei dieser WM eine Menge dazu. Und seine Zeit wird noch kommen.“

Taktisch ist Wiegert überrascht, dass bei der WM bisher kaum auf Tempospiel gesetzt wird. Wiegert: „Dafür wird großes Augenmerk auf das Torhüter-Abwehrspiel gelegt und es wird sehr offensiv verteidigt.“

Trainer von Musa überrascht

Von seinen Nationalspielern überrascht ihn Zeljko Musa bisher am meisten. Wiegert: „Zum Jahreswechsel sickerte durch, dass er wohl gar nicht zum Kader der Kroaten gehören wird. Aber jetzt ist er dort der absolute Abwehrchef und aus dem Team nicht wegzudenken.“ Engen Kontakt hält er auch zu Christian O‘Sullivan. Wiegert: „Da er vor der WM verletzt war, will ich bei ihm schon im Bilde sein, wie er sich fühlt. Die anderen Jungs lasse ich eher in Ruhe. Schön, dass Jannick Green bei den Dänen regelmäßig gespielt hat. Auch Albin Lagergren macht sein Ding. Nicht so gut läuft es leider für Robert Weber mit Österreich.“

Ein Turnier steht auch für den SCM am Sonntag in Dessau an. Beim Peugeot-Cup treffen die Magdeburger auf die Füchse Berlin, DHfK Leipzig, Lemgo, Sönderjyske aus Dänemark und Gastgeber Dessau-Roßlau. Der SCM bekommt es in seiner Gruppe mit Lemgo (Anwurf 11.45 Uhr) und Dessau-Roßlau (14.45 Uhr) zu tun. Die 20. Auflage dieses Turniers verliert natürlich ohne die vielen Nationalspieler an Glanz. Wiegert: „Sportlich hat das für uns wenig Wert. Wir fahren da auch nicht mit der Maßgabe hin, das Turnier unter allen Umständen unbedingt gewinnen zu müssen. Für uns ist das eher eine schöne Gelegenheit, nach der Pause sich unbeschwert den Fans zu zeigen.“

Weil Marko Bezjak nach seiner Fußverletzung wohl nur zum Autogrammeschreiben dabei sein wird und Dario Quenstedt über Rückenbeschwerden klagt, werden viele Spieler der SCM-Youngsters zum Einsatz kommen.

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