Magdeburg l Da saßen sie also in trauter Zweisamkeit, während auf dem Spielfeld in der Getec-Arena die Fetzen flogen. SCM-Abwehrspezialist Piotr Chrapkowski und Füchse-Rückraumspieler Fabian Wiede teilten am Donnerstagabend dasselbe Schicksal. Innerhalb weniger Minuten mussten beide mit glatt Rot vom Feld. Wiede als Erster, nachdem er nach gut 20 Minuten SCM-Spielmacher Marko Bezjak im Eins-gegen-Eins auf den Rücken gelegt hatte. Und Chrapkowski folgte ihm nur zwei Minuten später auf die Tribüne, da er Paul Drux ungestüm zu Boden gerissen hatte.

Es waren prägende Szenen in einem emotionalen Derby. Denn während die Füchse den Ausfall im rechten Rückraum einigermaßen gut abfedern konnten, stand Bennet Wiegert vor der größeren Herausforderung: seine Abwehr zusammenhalten. Letztlich konnten die Füchse das besser kompensieren, siegten wieder einmal mit 29:27 (14:14) in der Getec-Arena.

Dabei entwickelte sich erst einmal ein langsames, ja zähes Spiel. Bis zu den Platzverweisen wechselte eine Ein-Tore-Führung zwischen den beiden Teams. Erst beim 11:9 (22.) per Siebenmeter durch Tim Hornke setzte sich der SCM auf zwei Tore ab. Doch die Berliner schafften immer postwendend den Anschluss.

SCM verliert gegen Füchse Berlin

  • Foto: David Behrendt

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Doch der SCM erarbeitete sich einen kleinen Bonus, hätte beim Stand von 14:14 (30.) noch in Führung gehen können. Vor allem, weil Petkovic ein kurioser Fehler unterlief. Der Trainer-Fuchs stand nach der Auszeit von Bennet Wiegert und Wiederanpfiff noch auf dem Spielfeld, folgerichtig gab es eine Zwei-Minuten-Strafe. Der SCM konnte die Überzahl aber nicht nutzen, Pettersson scheiterte am bärenstarken Dejan Milosavljev im Tor der Füchse.

In der zweiten Halbzeit dann wurde die SCM-Abwehr vollends auseinandergerissen. Denn zu allem Überfluss rasselten Zeljko Musa und Mijajlo Marsenic zusammen (45.). Für den SCM-Kreisläufer ging es nicht weiter, er humpelte in die Kabine. Für Petkovic ein Geschenk. In der Auszeit stellte er seine Mannschaft ein: “Die haben jetzt keinen Mittelblock mehr. Musa ist weg, Chrapkowski ist weg, da attackieren wir jetzt.”

Die Berliner warfen alles in den Angriff, Drux stach in der Schlussphase besonders heraus. Mit vereinten Kräften hätte der SCM noch ein Unentschieden mitnehmen können, doch Tim Hornke und Matthias Musche versagten bei ihren Siebenmetern die Nerven.