Magdeburg l Es war der Ex-SCM-Spieler und TV-Experte Stefan Kretzschmar, der am Donnerstag ein nicht so geheimes Geheimnis von SCM-Trainer Bennet Wiegert gelüftet beziehungsweise errochen hat. Wiegert wäscht nämlich sein schwarzes Polo-Shirt nicht, solange seine Mannschaft gewinnt. Das heißt: Seit dem 23. November – da verlor der SCM zuletzt in der Bundesliga gegen die SG Flensburg-Handewitt – hat das Shirt wohl keine Waschmaschine mehr gesehen.

„Das war ja im letzten Jahr schon so“, sagte Wiegert in der Pressekonferenz im Anschluss an das gewonnene Heimspiel gegen eben jene Flensburger. „Jetzt haben wir das Glück, dass wir ein paar Spiele mehr in Folge gewinnen. Dementsprechend tuen mir Yves und Tomas in unserer Kabine ein bisschen Leid. Aber sie sagen immer: ‚Das nehmen wir gerne in Kauf‘“, sagte Wiegert und lachte. Er nimmt an, dass seine Frau „irgendwie mit Febreeze oder so“ gegen den Geruch vorgehe.

EHF-Pokal ist größtes Ziel

Bereits am Wochenende wird das Glücks-Shirt wieder im Einsatz und laut Bennet Wiegert auch vonnöten sein: „Minsk hat eine sehr, sehr gute junge Mannschaft, ein tolles Team. Und sie können auch noch weiterkommen. Das wird sicherlich kein einfaches Spiel“, so der Trainer mit Blick auf das EHF-Gruppenspiel am Sonntag gegen SKA Minsk.

Das Weiterkommen im EHF-Pokal sei eines der größten Ziele des Vereins in dieser Saison, ist damit eben auch die Teilnahme an den Ottostadt EHF Cup Finals im Mai vor heimischem Publikum verbunden. „Dieses Ziel können wir jetzt am Sonntag abhaken. Deshalb muss der Schalter bald wieder umgelegt werden“, sagte Wiegert. Seiner Mannschaft reicht bereits ein Punkt, um sicher für die Finalspiele qualifiziert zu sein. Vielleicht trägt das Polo-Shirt ja erneut zu einem Erfolg bei.