Magdeburg l „Mensch, Christoph, du bist ja ordentlich aufgeregt gewesen“, meinte ein Zuschauer und klopfte Christoph Steinert auf die Schulter. Der nickte zustimmend und lächelte. Für den Erlanger, der 2019 zum SC Magdeburg wechseln wird, war die Partie gegen seinen zukünftigen Verein außergewöhnlich. Das gab er auch unumwunden zu. „Das war definitiv besonders. Die ersten 15 Minuten waren relativ nervös“, berichtete Steinert, „es war eben anders als die anderen Punktspiele. Das muss man nicht verleugnen.“

Begeistert von SCM-Kulisse

Dazu hat die Kulisse vor 6408 Zuschauern anscheinend auch ihren Teil beigetragen. „Wahnsinn, wie viel hier los war“, merkte Steinert an.

Im August hatte der SCM vermeldet, dass der 28-jährige Steinert im kommenden Jahr wieder nach Magdeburg zurückkehren wird. Nach zehn Jahren. Denn bis 2009 war der Linkshänder, der im rechten Rückraum agiert, schon als Jugend- und Profispieler an der Elbe aktiv. Mit Erfahrungen aus Minden, Leipzig und Erlangen kehrt er nun wieder. Für ihn ist es der nächste Schritt in seiner sportlichen Karriere.

Mit SCM international spielen

„Die Jungs spielen eine sehr gute Saison“, sagte Steinert, „das heißt, für mich persönlich ist die Chance auch sehr gut, international zu spielen.“ Vor zwei Jahren habe er noch nicht daran geglaubt, dass das mal möglich sei. „Deshalb war der Wechsel eine leichte und logische Entscheidung.“

Zudem verringert sich dadurch auch der Abstand zu seiner Familie, die in der Nähe von Berlin wohnt. „Die Entfernung ist deutlich geringer und einer meiner besten Freunde macht außerdem gerade seinen Doktor in Magdeburg. Ich habe meine Wurzeln zur Stadt also zumindest nicht ganz verloren“, erzählte Steinert.

Mit sieben Toren ließ er jetzt seine Wurfgewalt aus dem rechten Rückraum in der Getec-Arena aufblitzen. Für SCM-Trainer Bennet Wiegert gehört der 28-Jährige „zu den Top vier der deutschen Spieler im rechten Rückraum“. Eine Aussage, die Steinert mit einem aufrichtigen „Dankeschön“ quittiert.

Lob für Albin Lagergren

„Ich habe anderthalb ganz gute Jahre hinter mir und momentan viele Spielanteile“, meinte er, „der Unterschied beim SCM ist einfach, dass sie durch das internationale Geschäft an die 15 Spiele mehr haben.“ Eine zusätzliche Belastung, die wohl auch auf ihn zukommen wird. Und die er sich mit Albin Lagergren teilen möchte.

„Ich finde, dass Albin unfassbar spielt – unfassbar fehlerlos und effektiv“, schwärmte Steinert. „Ich denke aber, dass wir uns die Spielanteile aufteilen, damit wir so gut wie möglich und so schnell wie möglich spielen können.“

Bis es so weit ist, verfolgt Steinert mit dem HC Erlangen seine Ziele. Oberste Priorität hat dort gerade das Punktesammeln. „Wir haben sicherlich ein schweres Programm gehabt, aber jetzt müssen wir nach oben klettern, um schlussendlich im Mittelfeld zu landen“, stellte Steinert klar.

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