Magdeburg l Michael Damgaard war nach dem 35:26-Heimsieg gegen die Eulen Ludwigshafen hin- und hergerissen. „Eigentlich müssen wir höher gewinnen, wir haben viel liegengelassen“, sagte der Däne. „Andererseits können wir auch zufrieden sein. Nach der schwachen Anfangsphase haben wir es gut gemacht.“

Gut gemacht, ja. Es blieb aber trotzdem bei einer verhaltenen Freude nach Abpfiff des sechsten gewonnenen Bundesligaspiels in Folge. Selbst bei Damgaard, der mit acht Treffern bester Torschütze war und nach der Partie mit dem „Kretzsche des Monats“ für seine Leistungen im Februar vom Fernsehsender „Sky“ ausgezeichnet wurde.

SCM lässt Torchancen aus

„Das liegt daran, dass wir einfach wissen, dass wir besser spielen können“, sprach der Rückraumspieler genau das aus, was sich wohl auch einige Zuschauer gedacht haben. Zu leichtfertig wurden etliche Torchancen ausgelassen. Technische Fehler summierten sich. Eine durchweg runde Vorstellung zeigte der SCM nicht. „Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt und uns den Voraussetzungen angepasst“, monierte daher auch SCM-Trainer Bennet Wiegert. Dass der Sieg in der Höhe hätte deutlicher ausfallen müssen, wies er jedoch zurück.

„Wir haben mit neun Toren gewonnen. Ob das hoch genug ist oder nicht, ist eine subjektive Einschätzung. Ich habe gesehen, dass jeder in meiner Mannschaft das Spiel gewinnen wollte und sein Bestes gegeben hat“, sagte der Trainer.

Erst Minden, dann Flensburg

Zwar musste Wiegert nach fünf Minuten erstmals per Auszeit ins Spielgeschehen eingreifen – „mir hat die Spielfreude gefehlt“ –, sein Weckruf fruchtete dann aber auch. Mit Blick auf die kommenden Gegner könnte ein solcher Stotterstart allerdings Folgen haben. Nächste Woche reist der SCM zur GWD Minden, danach kommt der ungeschlagene Liga-Spitzenreiter, die SG Flensburg-Handewitt, in die Getec-Arena. „Wir können, müssen und werden besser spielen“, stellte Wiegert klar.

„Für uns ist jeder Punkt und jedes Tor mit Blick auf die Tabellensituation wichtig“, erzählte auch Damgaard und betonte, dass die Liga zurzeit absolute Priorität hat. „Das nahende Pokalfinale in Hamburg spielt noch keine Rolle für uns. Erst Minden, dann Flensburg – und dann erst stehen wir dort auf dem Spielfeld.“

Damgaard auf richtigem Weg

Der 28-Jährige kommt pünktlich vor dem Saisonhöhepunkt immer besser ins Rollen. Die erhaltene Auszeichnung ist für ihn deshalb auch ein Zeichen, dass er nach seiner Knieverletzung wieder auf dem richtigen Weg ist.

Für das Auswärtsspiel in Minden hat der SCM nun erneut über eine Woche Vorbereitungszeit. „Es ist immer schwer einzuschätzen, ob das ein Vorteil ist oder nicht“, sagt Damgaard, „aber klar ist: Wir sind bereit für jedes Spiel. Egal, wie lang die Pause davor ist.“

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