Magdburg l Der SC Magdeburg bleibt seit November 2017 ungeschlagen. Bei der HSG Wetzlar hieß es nach spannenden 60 Minuten 29:27 (14:13). Beste Werfer vor 4421 Zuschauern waren Maximilian Holst (9/7) für Gastgeber Wetzlar sowie Matthias Musche und Christian O‘Sullivan (je 7/2) beim SCM. Damit bauten die Elbestädter ihre Serie auf wettbewerbsübergreifend 18 ungeschlagene Spiele nacheinander aus. Dank des Remis der Füchse Berlin in Stuttgart wird der Kampf um die Champions League noch enger – die Magdeburger rückten wieder auf Platz vier in der Tabelle vor und verkürzten den Rückstand auf die Berliner auf drei Punkte. „Das waren ,Big Points‘“, freute sich SCM-Trainer Bennet Wiegert mit seinem Team. „Ich bin sehr zufrieden, in Wetzlar bestanden zu haben. Wir gehören zu einem elitären Kreis, denn nicht viele Mannschaften haben es hier geschafft, Punkte zu entführen. Die beiden Zähler können noch ganz, ganz wichtig werden.“

SCM kontrolliert Partie

In der ersten Hälfte kontrollierte Magdeburg das Spiel, führte praktisch über die gesamte Zeit. Beide Teams leisteten sich allerdings technische Fehler. Gute Torhüterleistungen sowohl von Dario Quenstedt (7 Paraden) beim SCM und Benjamin Buric (5) bei Wetzlar trugen dazu bei, dass es nur zu einer knappen Halbzeitführung reichte.

Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, erst ein 3:0-Lauf des SCM brachte eine deutliche Führung (20:17/40. Minute). Beim 27:21 (50.) sahen die Gäste wie die sicheren Sieger aus, aber Wetzlar stellte auf eine 4-2-Deckung um und kam Tor um Tor heran (28:27/59.). Quenstedt parierte in der Schlussminute, und O‘Sullivan erzielte das entscheidende 29:27 (60.).

In Gegenstöße gelaufen

„Wir hatten uns einen guten Vorsprung erarbeitet, sind dann aber in zwei, drei dumme Gegenstöße gelaufen“, sagte Wiegert beim TV-Sender Sky. „Wir waren aber über einen Großteil des Spieles die bessere Mannschaft, waren sehr, sehr gut in Abwehr und Angriff und deshalb wäre es total ärgerlich gewesen, hier einen Punkt zu verlieren.“ HSG-Trainer Kai Wandschneider verteilte Komplimente an die Grün-Roten: „Magdeburg hat zu recht gewonnen, der SCM spielt eine riesige Saison. Wir haben aber fast genauso gut gespielt und bis zur letzten Patrone gekämpft.“

Rechtsaußen Robert Weber erzielte in Wetzlar zwei Treffer und zog in der ewigen Torschützenliste der Bundesliga mit Daniel Stephan (Lemgo) gleich. Beide haben 1940 Treffer und belegen in der Rangliste Platz zehn. Es führt der Südkoreaner Kjung-Shin Yoon mit 2908 Toren.

+++++++++ SCM-Splitter +++++++++

Torwart Green warnt vor den Ex-Kollegen:

- Direkt nach dem Spiel in Wetzlar reiste der SCM per Bus weiter nach Dänemark, dort steht am Sonnabend bei Bjerringbro-Silkeborg die letzte Partie der EHF-Pokal-Gruppenphase an (15 Uhr, live auf ehftv.com). Während die Grün-Roten bereits für das Finalturnier am 19./20. Mai in Magdeburg qualifiziert sind, haben die Gastgeber noch eine kleine Chance, sich als Gruppenzweiter für das Viertelfinale zu qualifizieren. „Ich sehe das Spiel als Training für uns selbst. Unser Anspruch ist weiterhin, alles gewinnen zu wollen – auch für unsere Fans, die uns in Dänemark unterstützen“, sagte SCM-Trainer Bennet Wiegert. Für Torwart Jannick Green ist es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. „Es ist schön, wieder in Dänemark zu spielen. Es wird ein schwieriges Spiel. Silkeborg hat starke und erfahrene Spieler und will seine letzte Chance auf den Einzug ins Viertelfinale nutzen.“
 
Tickets:
- Der SCM hat 250 Tickets für das EHF-Pokal-Finalturnier im Mai für die „Magdeburger Ecke“ (Blöcke G und X) in den freien Verkauf (ab 89 Euro) gegeben.

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