Magdeburg l Inzwischen ist es schon zwölf Jahre her, dass Johannes „Jogi“ Bitter seine Tasche in Magdeburg packte und vom SCM nach Hamburg zum HSV wechselte. Aber die Spiele beim SCM sind für den Torwart immer noch etwas ganz Besonderes. „Hier begann damals meine Karriere erst so richtig. Mit dem SCM stand ich im Halbfinale der Champions League und habe den EHF-Cup gewonnen. Und als Magdeburger bin ich 2007 sogar Weltmeister geworden“, erinnert sich Bitter an seine Zeit von 2003 bis 2007 bei den Grün-Roten.

Bitter: Kontakt zu SCM-Trainer Wiegert

Aus der aktuellen SCM-Mannschaft stand er in Magdeburg natürlich mit keinem mehr als Teamkollegen auf der Platte. „Aber mit Bennet Wiegert habe ich schon noch einen ganz guten Draht. Und im Hotel wird am Sonnabend auch der eine oder andere alte Bekannte aus dem privaten Bereich vorbeischauen.“ Darunter auch sein Patenkind. „Der Junge ist jetzt elf Jahre alt, hält aber natürlich zum SCM“, erzählt Bitter. „Kann ich verstehen. Denn die Magdeburger können in dieser Saison schon noch einiges erreichen.“

Der gebürtige Oldenburger traut seinem ehemaligen Club noch eine ganze Menge zu: „In Kiel hat der SCM ganz stark gespielt und gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Deshalb sind sie für mich auch immer noch im Titelrennen. Flensburg hat viele schwere Spiele und wird noch Punkte abgeben. Das kann am Ende alles noch richtig eng werden. Und im Pokal halte ich den SCM auch für titelreif.“

SC Magdeburg ist klarer Favorit

Deshalb geht Bitter auch ganz realistisch am Sonntag auf die Platte. „Wir wollen natürlich ein gutes Spiel abliefern. Aber der SCM ist haushoher Favorit. Wenn die Magdeburger nur annähernd ihre Form abrufen, dann wird es für uns schon ziemlich schwer. Das haben wir ja leider schon im Hinspiel zu spüren bekommen. Da hatten wir der Geschwindigkeit und Kaltschnäuzigkeit des SCM nichts entgegenzusetzen.“ Der SCM gewann damals klar mit 40:27.

Kraus gegen SCM nicht mehr dabei

Stuttgart fehlt nun auch noch Michael Kraus, der nach Bietigheim gewechselt ist. „Da haben wir natürlich ganz klar an Qualität verloren. Zumal der SCM auch ein brutal gutes Abwehrverhalten hat“, meint Bitter. „Wie dort gemeinschaftlich gearbeitet wird, ist richtig stark. Und bei daraus resultierenden Tempogegenstößen weiß jeder ganz genau, wo er hinlaufen muss. Und in der zweiten Welle hat der SCM aus meiner Sicht mit Christian O‘Sullivan einen der weltbesten Spieler.“