Magdeburg l Kaum hatte Bennet Wiegert beim Training des SC Magdeburg endlich mal wieder die komplette Mannschaft zusammen, schon war sein Team wieder geteilt. Während die einen sich schon am Freitag auf den Weg nach Wilhelmshaven machten, wo am Sonnabend-Nachmittag (15 Uhr) das Testspiel bei Zweitligist Wilhelmshavener HV steigt, waren fünf Spieler beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen ein Allstar-Team der Bundesliga in Stuttgart. Für Matthias Musche, Marko Bezjak, Albin Lagergren, Zeljko Musa und Robert Weber geht es erst am Sonnabend mit dem Flieger nach Hamburg und von dort dann mit dem Mietwagen zur Mannschaft.

Passt eine Woche vor dem Wiedereinstieg in die Bundesligasaison mit dem Heimspiel gegen Melsungen nicht so richtig in die SCM-Planungen. Wiegert: „Neben dem Spiel ging es jetzt ja auch darum, die Mannschaft wieder mal im Hotel zusammenzuhaben und ein paar Dinge besprechen zu können. Und ich weiß auch nicht so richtig, ob sich die Bundesliga mit dem Allstar-Game einen großen Gefallen tut.“

O'Sullivan fühlt sich nicht als Verlierer

Den beiden WM-Finalisten bleiben diese Reisestrapazen allerdings erspart. Dänemarks Weltmeister Jannick Green und Norwegens Vizeweltmeister Christian O‘Sullivan reisten am Freitag schon mit in den Norden. Dass Magdeburgs Torwart mit dem Co-Gastgeber den Titel holen kann, war allen vorher klar. Aber auf Norwegens Final-Einzug hatten wohl nur die größten Experten gesetzt.

„Wenn man in einem Finale steht, dann will man natürlich auch gewinnen. Aber wir müssen es akzeptieren. Dänemark war an diesem Tag einfach stärker und hat verdient gewonnen. Und als Verlierer sollten wir uns deshalb nach dieser WM auf keinen Fall fühlen.“

Wiegert erfreut über Spielpraxis

Der SCM-Kapitän schon gar nicht. Als er Anfang Dezember am linken Knie operiert wurde, schien der WM-Traum geplatzt zu sein. O‘Sullivan: „Zum Glück war der Eingriff doch nicht so schwerwiegend, und ich konnte relativ schnell wieder mit dem Rehatraining beginnen.“

Mit viel Fleiß hat sich der Rückraumspieler dann rechtzeitig wieder fit gemacht, schaffte es in den 16er Kader seines Landes und war bei der WM dann auch eine feste Größe. O‘Sullivan: „Ich habe wirklich viel gespielt und fühle mich gut.“

Was letztlich auch Wiegert freut. Vor der WM war der SCM-Trainer eher in Sorge, ob das Turnier für seinen Spieler nicht ein bisschen zu früh kommt. Wiegert: „Aber letztlich hat es ihm gutgetan, und er hat dort wichtige Spielpraxis sammeln können. Das stimmt mich positiv. Aber ich hoffe, dass ich das in zwei Monaten auch noch sagen kann.“

Mit verbundenem linken Knie stand O‘Sullivan auch im Halbfinale gegen Deutschland und im Finale gegen Dänemark in der Anfangssieben. „Das Tape war nur zur Sicherheit, um das Knie zusätzlich zu stabilisieren“, sagt der Norweger.

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