Magdeburg l Das wurde bei der Delegiertenversammlung am Donnerstagabend bekanntgegeben. Auch in Zukunft wird der Verein mit mehr Abgaben an den Staat planen müssen.

25.000 Euro pro Jahr

Für die Jahre 2011 bis 2014 beträgt die Mehrbelastung für den SCM 25.000 Euro pro Jahr. Das ergab eine Betriebsprüfung durch das Finanzamt im Herbst 2017. Wie SCM-Präsident Dirk Roswandowicz bekanntgab, wird der Verein keinen Widerspruch gegen das Ergebnis der Prüfung einlegen. Dennoch stehe man in Kontakt mit dem Finanzamt. Bei den Gesprächen gehe es insbesondere um die zu zahlenden Zinsen, die in den 25 000 Euro schon enthalten sind. Die Zinsen fallen an, weil die Nachzahlung einen Zeitraum betrifft, der bereits einige Jahre her ist.

Die Steuerschulden für die Jahre 2011 bis 2014 habe der SC Magdeburg bereits beglichen, so Roswandowicz. Um diese Zahlung abzufangen und um weitere mögliche Nachzahlungen für die Jahre 2015 bis 2017 abzudecken, hat der SCM auf der Delegiertenversammlung die Erhöhung der Umlage an den Verein von einem auf drei Euro monatlich beschlossen. Die Umlage wird über den Mitgliedsbeitrag eingenommen. Auch die zukünftig erwartete steuerliche Mehrbelastung für den Verein soll durch die Erhöhung des Beitrages abgedeckt werden.

Etat von 1,1 Millionen Euro

Für das Jahr 2018 plant der SCM mit einem Etat von rund 1,1 Millionen Euro. „Der Verein ist finanziell grundsolide“, so Dirk Roswandowicz. Auch die erhöhten Steuerausgaben änderten daran nichts.

Bei den Wahlen gab es keine Veränderungen. Das bisherige Präsidium, bestehend aus Roswandowicz (Präsident), Peter Groß (Vize-Präsident Organisation), René Bethke („Vize“ Marketing und Öffentlichkeitsarbeit), Eik Ruddat („Vize“ Leistungssport) und Bernd Hasselmann („Vize“ Finanzen) wurde ohne Gegenstimme wiedergewählt. Die Position Breitensport bleibt weiterhin unbesetzt.

Für Roswandowicz beginnt die dritte Amtszeit, der 46-Jährige ist seit 2010 Präsident. Höhepunkt der kommenden vier Jahre sollen die Olympischen Spiele 2020 in Tokio werden. Sportlich sei der SCM derzeit so gut aufgestellt wie lange nicht. „Wir müssen den Stand, den wir jetzt haben und der überragend ist, halten“, blickt Roswandowicz voraus. „Wir sind in der Breite und in der Spitze unheimlich erfolgreich.“

Herausforderung Spitzensportreform

Eine der größten Herausforderungen sei die Spitzensportreform. „Bei uns betrifft das die Abteilung der Ruderer, die jetzt nicht mehr in Magdeburg, sondern in Hamburg bzw. Regensburg trainiert. Das ist für das Sponsoring schwierig. Einen Sponsoren zu überzeugen, einen Sportler zu unterstützen, der gar nicht in Magdeburg trainiert, ist eine Herausforderung“, so der Präsident. In den Abteilungen Schwimmen, Kanu, Handball und Leichtathletik müsse man sich darüber jedoch keine Sorgen machen.

Zum Ehrenmitglied wurde Peter Werders ernannt. Der 80-Jährige ist seit 1990 im Verein und wurde für sein ehrenamtliches Engagement im Handball ausgezeichnet. Von 2000 bis 2010 war er Abteilungsleiter.

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