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C-Jugend des 1. FC Magdeburg feiert Staffelsieg nach nur neun Spielen

Mit dem Saisonabbruch des NOFV hat auch der Nachwuchs des 1. FC Magdeburg Gewissheit. Während die C-Junioren den Staffelsieg bejubeln dürfen, verpassen die B-Junioren den Aufstieg. Auch für die U19 dürfte das Spieljahr gelaufen sein.

Von Dennis Uhlemann
Neun Spiele hat die U 15 des FCM um Til Achtenberg (r.) und Paul Zahn in der abgelaufenen Saison nur bestritten. Achtmal durfte sie dabei jubeln und sich nun über die Meisterschaft freuen. Foto: Eroll Popova

Magdeburg. Das Gefühl, an der Tabellenspitze zu stehen, durften die C-Junioren des 1. FC Magdeburg in den vergangenen Monaten schon ausführlich auskosten. Und nach dem Saisonabbruch des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) steht nun auch fest, dass sie sich als Staffelsieger der Regionalliga Nordost fühlen und feiern lassen dürfen. „Das offizielle Ergebnis haben wir noch nicht übermittelt bekommen, aber wir können ja alle rechnen“, meint Mario Winkler mit einem Lächeln.

Der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) sagt über das Team, das acht Siege in neun Spielen bejubelte und damit auch nach der Quotientenregel auf dem ersten Platz steht: „Das macht uns stolz und ist eine super Leistung. Das hat zuletzt der 2000er-Jahrgang geschafft.“ Die U-15-Kicker können sich diese Meisterschaft in ihre Vita schreiben. Und auch, dass sie vor den NLZ-Teams der Bundesligisten RB Leipzig und Hertha BSC gelandet sind. „Das ist nicht alltäglich und nicht selbstverständlich“, so Winkler, dem das zeigt, was für gute Arbeit im Magdeburger Zentrum geleistet wird. Und der für die C-Junioren auch noch ein „fröhliches Zusammenkommen“ im Rahmen der Corona-Beschränkungen in Aussicht stellt.

Problem: keine Testspiele

Doch diese Meisterschaft ist nicht das zentrale Thema im NLZ. „Wir sehen es als großes Problem, dass die Jungs gerade keine Spiele bestreiten können“, bedauert Winkler. Die Teams der Blau-Weißen trainieren nach der Entscheidung des NOFV, die für Winkler „nicht überraschend“ kam, sondern nur noch „eine Frage der Zeit“ war, zwar im eingeschränkten Rahmen der Landesverordnung weiter, doch sie hoffen auf weitere Schritte.

Diese stellt sich Winkler so vor, dass die Nachwuchsspieler nicht mehr nur klassenweise trainieren dürfen, sondern wieder im kompletten Mannschaftsverbund. „Wir sprechen aktuell mit der Stadt und dem Innenministerium, wie wir Stück für Stück die nächsten Schritte und für die Mannschaften mehr möglich machen können.“

Und damit sind dann eben auch Testspiele gemeint. In Sachsen oder Niedersachsen dürfen die NLZ-Teams schon wieder freundschaftliche Vergleiche durchführen, in Sachsen-Anhalt spricht die aktuelle Verordnung dagegen. Auch für den FCM gibt es dabei keine Sonderstellung.

U-19-Bundesliga ebenfalls vor Abbruch

Nur die U19 testet aktuell regelmäßig, hat gegen die Regionalliga-Herren der BSG Chemie Leipzig (Sonnabend) und des ZFC Meuselwitz (nächsten Mittwoch) schon wieder die nächsten beiden Termine im Kalender stehen. Immer noch mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass die Junioren-Bundesliga fortgesetzt werden kann. Doch auch das wird immer unwahrscheinlicher. Selbst bei einer einfachen Spielrunde wäre es zeitlich kaum noch möglich, die Saison zu beenden. Zudem habe sich ein Großteil der Vereine gegen eine Fortsetzung ausgesprochen. Der FCM nicht.

„Wir haben dafür gestimmt, dass die Saison unter Einhaltung des Hygienekonzepts fortgeführt wird“, verrät Winkler. „Wir hätten es auf uns genommen, die Maßnahmen ähnlich der 3. Liga umzusetzen. Doch wir können es auch nachvollziehen, wenn die Saison abgebrochen wird.“ Der NLZ-Chef versteht die Argumentation einiger Clubs, dass es sich um keinen fairen Wettbewerb mehr handele, sind die Trainingsbedingungen doch von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Womit aber auch feststehen dürfte: Der FCM kann für ein weiteres Jahr mit der U19 in der Bundesliga an den Start gehen. Wenngleich die Elf von Coach Petrik Sander dieses Ziel sehr wahrscheinlich auch sportlich erreicht hätte.

U17 verpasst den Aufstieg

Ein weiteres Bundesliga-Team im Nachwuchs bleibt den Blau-Weißen 2021/22 aber höchstwahrscheinlich verwehrt. Denn anders als bei der C-Jugend sorgt die Absage in der Regionalliga Nordost der U17 beim FCM eher für etwas Frust. Nach der Quotientenregelung stehen die Magdeburger Jungs im B-Jugend-Alter an dritter Stelle von den Teams, die aufsteigen dürften. Die Zweitvertretungen ausgenommen, stehen noch Hansa Rostock und Erzgebirge Aue vor dem Club.

Und wenn diese Vereine – so wie der FCM – ihre Anträge für die Bundesliga gestellt und ihre Fristen nicht versäumt haben, können die Magdeburger nichts mehr ausrichten. „Wir hatten gehofft, dass wir es sportlich noch drehen können, aber das geht nicht mehr. Jetzt müssen wir das so akzeptieren.“ Das fröhliche Zusammenkommen bei der U17 muss also noch einmal vertagt werden.