Kanu

SCM-Kanute David Töpel paddelt zum Optimum

David Töpel, Canadier-Fahrer des SC Magdeburg, hält sich alle Chancen auf einen Start bei der Junioren-Weltmeisterschaft offen.

David Töpel ist in die nationale Spitze gepaddelt. Foto: Eroll Popova

Magdeburg. Auf seine nächste Herausforderung muss David Töpel noch ein wenig warten. Nachdem ihm zuletzt in Duisburg auch im natürlichen Sinne der Wind hart entgegenschlug, sollte am ersten Mai-Wochenende in Brandenburg die zweite Leistungsüberprüfung der Junioren des Deutschen Kanuverbandes (DKV) ausgetragen werden. Aber für die Brandenburger kommt in der derzeitigen Corona-Pandemie jeder Wettkampf zu früh, weshalb sich die Verantwortlichen nun um einen zweiten Termin bemühen müssen, um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Montemor (Portugal) im September so fair wie möglich zu gestalten.

Denn der Canadier-Fahrer Töpel vom SC Magdeburg möchte gerade über die 500 und die olympischen 1000 Meter zeigen, dass er zur nationalen Spitze gehört. Wenngleich er nach dem ersten Durchgang dort bereits angekommen ist. Er liegt auf dem zweiten Ranglistenplatz.

Diesen hat er sich erarbeitet zuletzt in Duisburg über die 250 und über die 2000 Meter. Über den kurzen Sprint und auf der Ausdauerstrecke, die er als Vierter und als Zweiter abgeschlossen hat. „Mit den 250?Metern bin ich nicht ganz zufrieden“, sagte Töpel und verwies dabei insbesondere auf seine Zeit: 1:00,317 Minuten. 0,437 Sekunden fehlten ihm zu Podest. „Ich wollte gerne unter einer Minute bleiben“, sagte der 17-Jährige. Wie im Vorlauf. Aber da ist ihm ein erster Fehlstart in diesem Rennen in die Quere gekommen. „Das hatte ihn rausgebracht“, berichtete sein Trainer Tino Hoffmann. „Er hat beim zweiten Start nicht gleich das Paddel ins Wasser gebracht.“ Und mit dieser Verzögerung wurde es dann schwer, sowohl das Zeitziel als auch das Podest auf dieser kurzen Distanz zu erreichen.

Hoffmann sprach dennoch von einem „sehr guten Ergebnis, er hat das Optimum rausgeholt“, denn zum einen schläft auch im Juniorenbereich die Konkurrenz nicht, stellte sein Schützling fest. „Einige sind schon unfassbar schnell“, erklärte Töpel. Zum anderen waren Paddler und Coach der Grün-Roten mit dem Ziel, einen fünften und einen dritten Rang im Kampf gegen die älteren Athleten des Junioren-Jahrgangs 2003/2004 zu erreichen, nach Duisburg gereist. Und haben dieses getoppt. Über sein Rennen über die 2000 Meter sagte Töpel: „Da habe ich alles richtig gemacht.“

Einige sind schon unfassbar schnell.

Nach 9:37,905 Minuten erreichte der Magdeburger das Ziel in seinem Lauf. Nur der Potsdamer Jonas Böttinger war an diesem Tag schneller. Er führt auch die Rangliste vor Töpel und Felix Kliemann (Potsdam) auf dem geteilten zweiten Rang an. Vor der nächsten Überprüfung tummeln sich allerdings in der Spitze viele Rechtsfahrer wie Töpel, die sich einen Startplatz bei der WM erhoffen. Zudem: Der DKV hat beschlossen, dass alle Starter in Montemor auch bei den Europameisterschaften vom 24. bis 27. Juni in Poznan (Polen) an den Start gehen. Diese sind zumindest noch nicht abgesagt worden. Und bis dahin muss die zweite nationale Qualifikation auch über die Bühne gegangen sein. „Der DKV muss einen Plan B haben“, sagte Hoffmann in Anbetracht des gestrichenen Wettbewerbs in Brandeburg.

David Töpel wäre also direkt nach Duisburg gerne sofort in die Vorbereitung auf die 500 und 1000 Meter eingestiegen. Aber nun muss er sich selbst noch ein wenig bremsen und abwarten. „Wir werden das Training über diese Strecken noch nicht forcieren“, erklärte Coach Hoffmann. Stattdessen heißt es: Ausdauer und Kraft tanken für die nächste Herausforderung. Denn kommen wird diese in jedem Fall.