Burg (jst/bjr) l Mit einem weinenden und einem lachenden Auge beendeten die Burger Schachspieler am Wochenende die Saison in der Landesliga A. Während die erste Mannschaft am Abschlussspieltag noch einmal erfolgreich war und ihren dritten Platz in der Endabrechnung zementierte, musste die als Aufsteiger gestartete zweite Mannschaft ihrer guten Leistung zum Trotz nach neun Spieltagen wieder den Gang in Richtung Bezirks- ebene antreten.

In der Bezirksliga Mitte erreichte der am Wochenende spielfreie Burger SC III ungefährdet Rang vier.

Landesliga A

Burger SC I -

SF Hettstedt 5,5:2,5

Die zentrale Endrunde aller Mannschaften fand auf dem Magdeburger Uni-Gelände am Elbauenpark statt. Herbert Großmann focht angriffslustig, nur zum Sieg reichte es nicht. Dr. Marco König drückte am Königsflügel und eroberte in arger Zeitnot zwei gegnerische Leichtfiguren. Dr. Uwe Risch drohte, die Qualität zu gewinnen, was der Gegner scheinbar clever konterte. Doch darauf hatte Dr. Risch eine hübsche Abwicklung mit Grundreihenmatt parat. Erich Granitzki spielte eine erstklassige Stellung mit Springer plus heraus und drohte Matt. André Bergers König hingegen stand zunehmend auf verlorenem Posten. Danny Walkiewicz griff vorbildlich an. Ein Sieg schien sicher, doch der unterentwickelte Gegner verteidigte zäh.

Mit dem SV Rochade Magdeburg II stieg übrigens die wertzahlmäßig stärkste Mannschaft auf. Burg I freute sich über den Bronzerang.

Burger SC I: H. Großmann (0.5), Dr. König (1), Sobiechowski (0.5), Granitzki (1), Dr. Risch (1), Wagner (0.5), A. Berger, Walkiewicz (0.5)

Aufbau Bernburg -

Burger SC II 4,5:3,5

Zwar blieb der Aufsteiger und Außenseiter viermal in der Saison unbesiegt, stieg aber als Vorletzter wieder ab. Dennoch spielte Burg II gegen den neuen Vizemeister beherzt auf.

Andreas Winkler wand sich aus prekärer Lage und remisierte ebenso wie Klaus Nielebock, Gerhard Berger und Jan Strzyzewski. Armin Hoffmann behielt den feindlichen Gambit-Bauern und griff so vehement am Königsflügel an, bis der Gegner einen Springer geben musste. Torsten Dallmann bekam gar die Dame für den Läufer, doch verließ sein Turm die Grundreihe und der Gegner hielt geschickt remis. Helga Mickmanns anscheinend aktive Stellung wurde allmählich ausgehebelt. Dr. Georg Libner verlor am Ende entscheidend einen Bauern, der später seinen König und Turm aufgabelte.

Burger SC II: Nielebock (0.5), Dr. Libner, G. Berger (0.5), Winkler (0.5), Mickmann, Strzyzewski (0.5), Dallmann (0.5), A. Hoffmann (1)

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