Gerwisch (okr/hpl). Die SG Gerwisch lebt! Nach einer Serie von vier sieglosen Spielen errang der Fußball-Landesligist am Sonnabend einen 1:0 (0:0)-Erfolg beim Tabellendritten MSV Börde und verschaffte sich etwas Luft im Abstiegskampf. Das Tor des Tages erzielte Andre Schacker in der 49. Minute.

"Es ist schön zu spüren, dass wir auch noch gewinnen können. So blöd es klingt, aber Totgesagte leben länger", atmete auch SG-Trainer Rolf Döbbelin nach dem ersten Dreier seit Wochen tief durch.

Die Blau-Weißen, die wieder auf Matthias Herms zurückgreifen konnten, begannen die Partie engagiert. Nach einem Freistoß von Mario Träbert klärte ein Abwehrspieler vor dem einschussbereiten Marcus-Antonio Bach. Nach zehn Minuten war die erste Drangphase der Gäste vorbei. "Man hat gemerkt, dass das Selbstvertrauen im Keller ist und die Nervosität groß", so Döbbelin.

Börde kam besser ins Spiel, wobei Daniel Zoll bei Freistößen (15., 19.) für Gefahr sorgte. Gerwisch leistete sich in dieser Phase immer wieder unnötige Ballverluste, die zu Chancen für die Mageburger führten. Heiko Kelm prüfte mit einem Kopfball den ins Tor zurückgekehrten Marco Pranke (21.).

Dies war das Weck-signal für die SG. Nach einem Freistoß von Träbert köpfte David Schäfer aufs Tor. Doch Keeper Robert Leonhardt lenkte den Ball in großer Manier um den Pfosten (27.). Kurz darauf wurde ein Schuss von Andre Schacker abgelenkt. Gerwisch war nun am Drücker. Nach Pass von Jens Schacker auf Bach hatten die Gästefans schon den Torschrei auf den Lippen, doch der Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben. Zu diesem Zeitpunkt spielte Börde nur noch mit zehn Akteuren, nachdem Kelm mit Gelb-Rot vom Platz musste (38.). "Aber auch gegen zehn Mann kann man sich schwer tun", sagte Döbbelin.

Dennoch wurden die Blau-Weißen nach Wiederanpfiff für ihre Mühe belohnt. Nach einem Freistoß von Denis Schönfeld kam der Ball zu Andre Schacker, der sich ein Herz fasste und zum 1:0 einschoss (48.). In Folge blieben die Gäste spielbestimmend, Börde jedoch trotz Unterzahl mit Kontern kreuzgefährlich. In der 68. Minute schoss der eingewechselte Tietz den Ball ans Außennetz. In der Schlussphase rollte Angriff auf Angriff gen Börde-Tor, doch beste Chancen wurden vergeben. Dies wurde fast noch bestraft, als Oliver Wesemeier knapp neben das Tor schoss (78.). Dennoch brachte die SG mit großem kämpferischem Einsatz den knappen Vorsprung über die Zeit.

"Hoffentlich gibt dieser Erfolg jedem Einzelnen etwas Selbstvertrauen", sagte Döbbelin, der die Euphorie im Team angesichts des spielfreien Wochenendes (Pokal) zwei Wochen "konservieren" muss.