Die Burger Volleyballer haben am Sonnabend eine Überraschung in der Landesoberliga knapp verpasst. Beim Tabellenzweiten Fortuna Ballenstedt unterlag der BVC mit 2:3 (25:17, 25:20, 13:25, 14:25, 12:15)-Sätzen. Dabei war ein Erfolg nach 2:0-Satzführung zum Greifen nahe.

Burg/Ballenstedt (rgä/okr). Schon nach den ersten Ballwechseln bestimmten die taktisch gut eingestellten Burger das Geschehen. Sie offenbarten bei ihren Kontrahenten Annahmeschwächen und agierten im Block souverän. Stephan Müller meldete den gegnerischen Kapitän Hinz mit seinem aggressiven Blockverhalten ab. Basierend auf einer stabilen Annahme, gelang es Zuspieler Dirk Hagendorf immer wieder, mit guten Pässen den gegnerischen Block auseinander zu ziehen. Somit hatten Alexander Behr und Jörn Malter im Außenangriff sowie Sebastian Behr und Dennis Raab über die Mitte wenig Schwierigkeiten, ihre Angriffe zu vollenden. Damit ging der erste Satz recht deutlich mit 25:17 an den BVC.

Und auch im zweiten Durchgang setzten sich die Burger Punkt für Punkt ab. In dieser Phase lieferten sie ein fast fehlerfreies Spiel ab. Beim 25:20-Satzgewinn wurden die heimischen Fans in der Halle immer leiser. Eine Sensation lag in der Luft.

Ab dem drittem Satz wendete sich jedoch das Blatt. Burg war plötzlich nicht mehr wiederzuerkennen. Bei ihnen häuften sich Fehler. Aufschläge wurden leichtfertig vergeben, die Angriffe erzielten kaum Wirkung. Fortan präsentierten die Ballenstedter ihr wahres Leistungsvermögen und entschieden den dritten Durchgang klar mit 25:13 für sich. Und auch im vierten Satz hatte man den Eindruck, dass die Gäste zitterne Knie bekamen. Das Team fiel in alte Muster zurück: Durch Schwache Ballannahmen, durchsichtigen Spielaufbau, unpräzise Pässe und fehlenden Druck im Angriff bauten die Burger den Gegner Punkt um Punkt auf. Beim 14:25 und 2:2-Satzausgleich war die Partie wieder völlig offen.

Im Tie-Break gab sich der BVC, der zahlreiche angeschlagene Spieler in seinen Reihen hatte, noch nicht geschlagen. Die Gäste gingen mit 7:4 in Führung. Beim Stand von 8:7 wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Anschließend schlugen die Gastgeber zum 10:9 zurück. In dieser Phase bewies der Schiedsrichter keine glückliche Hand und nötiges Fingerspitzengefühl. Nach einer zweifelhaften Entscheidung und einer Gelben Karte stand statt eines 10:10 eine 12:9-Führung für die Ballenstedter zu Buche. Zwar kämpften sich die Mannen um Sebastian Behr noch einmal auf 12:13 heran, aber Ballen- stedt ließ sich nicht mehr beirren und brachte den 15:12-Satz- und damit Matchgewinn unter Dach und Fach.

"Ein solch enges Spiel am Ende knapp zu verlieren, geht schon an die Nieren. Aber unsere Mannschaft hat Kampfgeist und Moral bewiesen. Es ist schon ein grandioses Gefühl, beim haushohen Favoriten so ein Spiel zu machen", sagte Sebastian Behr.

Bis zum nächsten Begegnung am kommenden Sonnabend müssen sich die angeschlagenen Burger Spieler rasch von den Blessuren erholen. Mit dem Post SV Stendal gastiert ein aufstrebender Aufsteiger in der Sporthalle Burg-Süd, der nicht unterschätzt werden sollte.

Burger VC: S. Behr, A. Behr, Müller, Raab, Malter, Hagendorf, Graßhoff, Blum, Pötzl